Bei Minusgraden

Mit gebrochenem Bein: Jogger kriecht zehn Stunden durch die Wildnis

25. Februar 2020 - 23:23 Uhr

Jogging-Tour endete beinahe tödlich

Eine Jogging-Tour endet für Joseph Oldendorf im "Olympic National Forest" im US-Bundesstaat Washington fast tödlich. Mitten in der Wildnis bricht sich der 26-jährige US-Amerikaner das Bein. Zehn Stunden kriecht er auf allen Vieren durch Matsch und Schnee, bis er gerettet wird. Im Video erzählt er, wie er den Horror-Trip überstanden hat. 

Joseph Oldendorf (26) hat den puren Horror hinter sich

Trailrunner Joseph Oldendorf war am Freitag gegen 17.45 Uhr zu einem Trainingslauf im Olympic National Forest aufgebrochen. Ganz alleine, mit leichter Oberbekleidung und kurzen Hosen. Nach 19 Kilometern rutschte er plötzlich auf dem vereisten Weg aus und brach sich das Bein. "Ich kam zu dem Schluss, dass das ist meine einzige Chance war – ich musste die ganze Strecke kriechen", sagte Oldendorf später im Krankenhaus. Liegen zu bleiben war für ihn keine Option. Oldendorf wäre wahrscheinlich erfroren.

Stundenlang harrte er in der Eiseskälte aus

Also brach der 26-Jährige auf allen Vieren auf, über den steinigen, dreckigen und vereisten Weg.  Fast sieben Stunden kroch er durch den Nationalforst, bis er Handyempfang hatte, um Hilfe zu rufen. Seine Knie und Schienbeine seien aufgerissen, Blut floss über seine Beine. Erst am Samstagmorgen gegen 4.30 Uhr - ganze vier Stunden später - konnten ihn die Rettungskräfte orten. Gegen 7 Uhr morgens brachte ein Rettungshubschrauber den verletzten und unterkühlten Sportler in ein Krankenhaus in Seattle. Inzwischen konnte er die Klinik sogar schon wieder verlassen.