Mit dieser Werbung müssen Zigarettenhersteller jetzt vor dem Rauchen warnen

27. November 2017 - 19:45 Uhr

Von Gericht zu Kampagne gegen das Rauchen verurteilt

Eigentlich wird in Zigarettenwerbung Abenteuerlust, vermeintliche Coolness oder ein geringer Schadstoffgehalt hervorgehoben. Jetzt haben in den USA mehrere Tabakriesen eine neue großangelegte Werbekampagne geschaltet. Doch dieses Mal ist die Botschaft eine ganz andere: Die Zigarettenmultis müssen vor ihren eigenen Produkten warnen.

Fernsehspots mit der Anti-Zigarettenwerbung laufen ein Jahr lang

"Jedes Jahr sterben mehr Menschen durch das Rauchen als durch Verbrechen, AIDS, Selbstmord, Drogen, Autounfälle und Alkohol zusammen" - mit drastischen Sätzen wie diesem warnen die US-Tabakkonzerne die Öffentlichkeit, besser die Finger von der Fluppe zu lassen.

Der Grund: Hersteller wie Altria (Marlboro, L&M) und British American Tobacco (Lucky Strike, Camel) hatten sich vor Gericht verpflichtet, vor ihren eigenen Produkten zu warnen. Zwölf Monate lang müssen sie jetzt an fünf Tagen in der Woche Spots in überregionalen Fernsehsendern schalten. Hinzu kommen ganzseitige Anzeigen in den Wochenendausgaben von 45 großen Tageszeitungen wie etwa der 'New York Times' oder 'USA Today'. Die Kampagne ist Teil eines Vergleichs, den die Konzerne eingingen. Ansonsten hätten ihnen Strafanzeigen in Milliardenhöhe gedroht.

"Elf Jahre, nachdem die Tabakkonzerne versucht haben, die Spots herauszuzögern und abzuschwächen, laufen sie endlich", heißt es in einem gemeinsamen Statement mehrerer amerikanischer Gesundheits- und Anti-Tabak-Organisationen.