70 Prozent aller Schlaganfälle sind vermeidbar!

Mit diesen acht Tipps können Sie einem Schlaganfall vorbeugen

10. Mai 2019 - 10:18 Uhr

Viele Risikofaktoren lassen sich beeinflussen

Diese Zahl lässt aufhorchen: Laut Statistik sind mindestens 70 Prozent der Schlaganfälle vermeidbar. Das heißt, wir alle können selbst aktiv vorbeugen, um einen Schlaganfall zu vermeiden. Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und nicht rauchen – es gibt viele Dinge, die wir selbst in der Hand haben. Wir stellen Ihnen acht Tipps zur Vorsorge vor.

Was genau bei einem Schlaganfall im Körper passiert, das sehen Sie im Video.

1. Ernähren Sie sich gesund!

Wenn Sie einem Schlaganfallvorbeugen wollen, können Sie das besonders gut über die Ernährung erreichen. Besonders gesund für die Gefäße ist die sogenannte "Mittelmeerkost" oder auch "Mittelmeerdiät". Studien haben herausgefunden, dass diese Art der Ernährung das Herzinfarkt-Risiko um 30 Prozent reduziert.

Das heißt konkret: 
- Essen Sie möglichst viel Obst und Gemüse
- Verwenden Sie Olivenöl anstatt Butter zum Braten
- Essen Sie weniger Wurst und Fleisch (dafür öfter Fisch)

Mediterrane Ernährung
Was macht die mediterrane Ernährung aus - und warum ist sie so gesund?
© RTL, RTLinteractive, Jacobs

2 Sorgen Sie für viel Bewegung und Sport!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich an mindestens fünf Tagen in der Woche jeweils mindestens 30 Minuten lang zu bewegen. Besonders Ausdauersport reguliert den Zuckerstoffwechsel und senkt Blutdruck- und Cholesterinwerte. Ein leichtes Ausdauertraining ist der ideale Start, um schon bald wieder fit und leistungsfähig zu sein. Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten mit welchen Sportarten Kondition aufbauen.

Besonders geeignete Sportarten:
- Schwimmen
- Radfahren
- Walken
Wichtig: Untrainierte Menschen über 35 Jahren sollten sich zunächst von einem Arzt untersuchen lassen, bevor sie mit dem Sport beginnen.

3. Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Durch überschüssige Pfunde steigt Ihr Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache! Der Grund: Übergewicht führt häufig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gicht und anderen Stoffwechselerkrankungen. 

Ob Sie unter Übergewicht leiden, können Sie hier leicht mit dem Body-Mass-Index-Rechner berechnen.

4. Verzichten Sie auf Nikotin!

Dass Rauchen ungesund ist, wissen wir alle. Aber wussten Sie, dass Raucher ein doppelt so hohes Schlaganfall-Risiko wie Nichtraucher haben? Denn Rauchen verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Deshalb ist der Verzicht auf Nikotin ein sehr wichtiger Baustein der Schlaganfall-Vorbeugung. Und es gibt gute Nachrichten: Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, verringert sich Ihr Schlaganfallrisiko wieder. Sehen Sie hier im Video, was im Körper passiert, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören!

5. Trinken Sie wenig oder gar keinen Alkohol!

Schon in geringen Mengen erhöhen Wein, Bier & Co. das Risiko für eine Hirnblutung, die zweithäufigste Form von Schlaganfall. Bei größeren Mengen Alkohol steigt auch die Gefahr für einen Hirnschlag durch Minderdurchblutung (ischämischer Schlaganfall), der häufigsten Form von Apoplex. Völlig verzichten müssen Sie aber nicht. Wenn Sie sonst keine Risikofaktoren für einen Schlaganfall aufweisen, gelten geringe Mengen an Alkohol als gesundheitlich akzeptabel.

Das heißt konkret:
Frauen sollten nicht mehr als ein Glas Bier oder ein halbes Glas Wein am Tag trinken.
Männer können die doppelte Menge konsumieren.
Wichtig: Egal ob Männer oder Frauen, an mindestens zwei Tagen in der Woche sollten Sie gar keinen Alkohol trinken.

Schauen Sie hier, was mit dem Körper passiert, wenn Sie drei Wochen keinen Alkohol mehr trinken. 

6. Checken Sie regelmäßig Ihren Blutdruck!

Erhöhter Blutdruck ist der Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall. Das Tückische am Bluthochdruck: Er verursacht zunächst keine Beschwerden. Betroffene bemerken ihn daher oft erst spät. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu messen und erhöhte Werte behandeln zu lassen. Neben Medikamenten lässt sich Bluthochdruck auch mit ganz natürlichen Mitteln senken.

7. Haben Sie Ihren Cholesterinspiegel im Blick!

Sind Ihre Cholesterinwerte erhöht, steigt die Gefahr von Ablagerungen in den Blutgefäßen.  Welchen Wert Sie anstreben müssen, sollten Sie individuell mit Ihrem Arzt klären. Denn die Grenzwerte hängen zum Beispiel davon ab, wie viele weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Ihnen vorliegen. Auch hier gilt: Eine ausgewogene Ernährung und reichlich Bewegung können Ihre Cholesterinwerte und weitere Blutfettwerte günstig beeinflussen.

8. Vermeiden Sie Stress!

Dauerstress hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Unter anderem erhöht er den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Vermeiden Sie also nach Möglichkeit Stressauslöser. Finden Sie heraus, was Ihrer Psyche am besten hilft: Sport, ein interessantes Hobby oder auch ein Spaziergang im Grünen. Denn Forscher empfehlen Waldbaden zur Stressbewältigung. Schon 20 Minuten im Grünen helfen.

Im Video: Woran erkenne ich einen Schlaganfall?