Um über den Schmerz hinwegzukommen

Mission Teddybär: Warum alle kranken Kinder weltweit diese Teddys bekommen sollen

26. Juli 2019 - 9:55 Uhr

Junge Israelin hat einen Traum: Jedes krebskranke Kind soll eines Tages einen Teddy zum Kuscheln haben

Mit 17 verlor Ilana Konstantinovski ihre Mutter an Darmkrebs. Die Krankheit wurde zu spät entdeckt, innerhalb weniger Wochen starb ihre Mutter Sofia mit gerade mal 43 Jahren. Ilana sagt, sie konnte sich nicht mal richtig verabschieden, alles ging zu schnell und im Krankenhaus fühlte sie sich alleingelassen.

Um über den Schmerz hinwegzukommen, hat Ilana die Organisation "Healing Teddies" (deutsch: Heilende Teddys) gegründet: Sie will Krebspatienten und ihren Angehörigen helfen - und so verteilt sie Teddybären auf Kinderkrebsstationen und Onkologien für Erwachsene. Wie bewegend die Reaktionen der Patienten sind, zeigen wir im Video.

Über 37.000 Teddys wurden schon verteilt

Auf den kuschelige Plüschtier-Bären, die heilende Kräfte haben sollen, steht: "Umarme und knuddle mich drei Mal am Tag.". "Das ist wie eine Medizin. Liebe, Positivität und Aufmerksamkeit helfen einfach im Genesungsprozess, man fühlt sich weniger allein", erzählt Ilana.

Inzwischen hat Ilanas Organisation "Healing Teddies" (healingteddies.org) schon über 37.000 Kuscheltiere verteilt. 60 Volontäre gehen Tag für Tag in israelische Krankenhäuser wie das "Wolfson Medical Center Holon", um kranken Kindern und Erwachsenen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Das Geld für die Teddys bekommt Ilana durch Spenden. Und die 36-Jährige hat einen Traum: Irgendwann soll jedes kranke Kind auf der Welt einen solchen heilenden Teddy in den Armen halten, damit der Schmerz etwas weniger wird.

Teddys sollen die Menschen verbinden

Natürlich können Kuscheltiere das Leid oder gar den Verlust eines Menschen nicht auffangen. Aber allein zu wissen, dass 37.000 Menschen diesen Teddy ebenfalls haben, verbindet einander.