Misshandlung in Justizvollzugsschule?

13. Februar 2016 - 21:44 Uhr

In einer der größten deutschen Justizvollzugsschulen soll es Drill, Demütigungen und paramilitärisches Auftreten gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt nach Angaben eines Sprechers wegen möglicher Körperverletzung im Amt, nachdem die Leitung der Schule in Wuppertal-Barmen Strafanzeige gestellt hat. Absolventen sollen nach Informationen der CDU-Opposition von Ausbildern schikaniert und gedemütigt worden sein. Einige junge Beamtenanwärter offenbarten sich dem Leiter einer Haftanstalt.

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) sagte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf, er werde entsprechenden Berichten auf den Grund gehen. "Das ist mir verdammt wichtig, das aufzuklären. Drill und Drangsalierung toleriere ich nicht in Justizeinrichtungen. So stelle ich mir Ausbildung nicht vor." Auf Antrag von CDU und FDP soll sich am kommenden Mittwoch der Justizausschuss des Landtags mit den Vorwürfen beschäftigen. Dort werde er selbstverständlich Auskünfte erteilen, sagte Kutschaty.