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Missglückter Raketenstart: So erlebte die Sojus-Besetzung die Notlandung

Raketen-Panne: Sojus-Besatzung muss notlanden
Raketen-Panne: Sojus-Besatzung muss notlanden Sie wollten zur Internationalen Raumstation ISS fliegen 00:27

Die Astronauten sind wohlauf

Sie sollten auf die ISS (Internationale Raumstation) fliegen. Doch beim Start der Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan kam es zu einer Panne - Notlandung. Jetzt hat die Crew der russischen Rakete erzählt, wie sie die Situation in der Kapsel erlebte.

Die beiden Astronauten waren auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS

Die russische Rakete sollte eigentlich den Amerikaner Nick Hague und den Russen Alexej Owtschinin zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Dann schlug der Start fehl. Die Zwei-Mann-Crew musste in der Steppe von Kasachstan notlanden. Die Astronauten berichteten, dass sie heftig in der Kapsel herumgeschleudert wurden und zeitweise schwerelos waren. Doch das Wichtigste: Sie blieben unverletzt. 

Die Kapsel ist nach Militärangaben 25 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan entfernt niedergegangen. Ein Video zeigt, wie die Astronauten aus der Kapsel krabbeln.

ISS-Kommandant Gerst kommentiert den Unfall auf Twitter

Der deutsche Kommandant der ISS Alexander Gerst, der die beiden Kollegen erwartet hatte, war erleichtert. Auf Twitter schrieb er: „Ich bin froh, dass es Euch gut geht. Danke an das professionelle Rettungsteam. Der heutige Tag hat gezeigt, was für ein tolles Fahrzeug die Sojus ist – die Crew nach so einem technischen Fehler noch zu retten.“

Die Rettungskräfte suchten mit insgesamt vier Helikoptern nach dem genauen Standort der Sojus-Kapsel. Die beiden Astronauten hätten sich in der Zeit bereits selbst aus der Kapsel befreit, twitterte die Nasa.

Es war beim 65. Flug der erste Zwischenfall überhaupt mit einer Sojus-FG-Rakete. Dmitrij Rogosin, Direktor der russischen Raumfahrtbehörde, hat auf Twitter die Bildung einer Kommission angekündigt, welche den Vorfall genauer untersuchen soll.

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