Missbrauchsvorwürfe: Vatikan versetzt Ex-Nuntius in Laienstand

28. Juni 2014 - 9:27 Uhr

Nach schweren Missbrauchsvorwürfen hat der Vatikan den früheren päpstlichen Nuntius in der Dominikanischen Republik, Erzbischof Josef Wesolowski, in den Laienstand zurückversetzt. Danach droht dem polnischen Geistlichen ein regulärer Prozess. Wesolowski habe zwei Monate Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung der Glaubenskongregation einzulegen, teilte der Vatikan mit. Sobald der kirchenrechtliche Beschluss rechtskräftig sei, könne das Strafverfahren gegen Wesolowski eröffnet werden, erklärte der Heilige Stuhl weiter. Der 65-Jährige riskiert schon jetzt eine Festnahme. Er habe sich bisher relativ frei bewegen können. Angesichts der schweren Vorwürfe würden nun jedoch "entsprechende Vorkehrungen" getroffen, erklärte der Vatikan weiter.

Papst Franziskus hatte Wesolowski im vergangenen Jahr von seinem Posten in der Dominikanischen Republik abberufen, nachdem ihm Missbrauch an sieben Kindern vorgeworfen worden war. Im karibischen Staat wurde auch ein Ermittlungsverfahren gegen Wesolowski eröffnet.

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