Missbrauchsprozess in Leipzig: Freier gestehen

Prozessauftakt: Eine 35-Jährige hat ihre Töchter für Sex-Dienste verkauft
Eine 35-Jährige hat ihre minderjährigen Töchter für Sex-Dienste an zwei Männer verkauft.
dpa, Jens Wolf

Angeklagte kauften Mädchen für Sex

Zwei wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagte Männer haben vor dem Landgericht Leipzig ein Geständnis abgelegt. Die 38 und 66 Jahre alten Männer gaben zu, 2011 von einer Frau aus Sachsen-Anhalt deren zehnjährige Tochter sowie deren 15 Jahre alte Schwester gekauft zu haben. 800 Euro zahlten sie an die Mutter, die Opfer bekamen ebenfalls etwas Geld und Zigaretten.

In einer Wohnung in Wernigerode missbrauchten die Männer dann die Minderjährigen und machten davon auch Foto- und Videoaufnahmen. Beide Freier erklärten, dass sie die Mädchen nicht bedroht hätten. "Die Mädels wussten an dem Tag, worum es geht", sagte der 38-Jährige. Ihm sei bekannt gewesen, dass die Opfer im Kindes- und Jugendalter waren. "Ich wusste, wie alt sie sind."

Der Kontakt zu der Mutter sei über den 66-Jährigen vermittelt worden, erklärten beide Angeklagte. Die 35 Jahre alte Mutter aus Quedlinburg wurde inzwischen vom Landgericht Magdeburg des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Beihilfe schuldig gesprochen. Die Frau wurde zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Dagegen legte sie Revision ein, wie das Gericht mitteilte.