„Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit“

Weitere Durchsuchungen im Missbrauchskomplex Münster

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30. Juni 2020 - 14:45 Uhr

Drei weitere Festnahmen in Münster

Im Missbrauchskomplex Münster sind am Dienstag 180 Beamte zu Durchsuchungen in vier Bundesländern ausgerückt. Es seien drei weitere Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt und drei weitere identifiziert worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zu dem Komplex. Die konzertierte Aktion habe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein stattgefunden.

21 Verdächtige im Missbrauchskomplex

Insgesamt gebe es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen zehn in Haft seien. "Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit", sagte Reul. Die drei Ausschüsse für Inneres, Justiz und Familie tagten auf Antrag von SPD und Grünen trotz Sommerpause. Die Oppositionsparteien haben unter anderem Fragen zu früheren Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen, der Arbeit der Staatsanwaltschaft und des Jugendamts.

Mehrere schwerste Fälle von Kindesmissbrauch in NRW

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft.

Erst am Montag war bekanntgeworden, welche Ausmaße ein anderer mittlerweile Missbrauchskomplex angenommen hat: Im Missbrauchskomplex "Bergisch Gladbach" sind die Ermittler auf Spuren von mehr als 30.000 Verdächtigen gestoßen. Dabei geht es nicht nicht nur um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie, sondern auch um schweren Kindesmissbrauch.