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Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Haupttäter Jörg L. (43) geht in Revision

Zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Haupttäter Jörg L. (43) geht in Revision

Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Urteil gegen Jörg L.
Das Kölner Landgericht hat den 43-jährigen Jörg L. zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
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Muss sich der BGH nun mit dem Fall Jörg L. beschäftigen?

Der im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach zu zwölf Jahren Haft verurteilte Jörg L. hat Revision gegen die Entscheidung des Kölner Landgerichts eingelegt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Nun muss sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Fall von Jörg L. beschäftigen, der als Schlüsselfigur in Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gilt. Das Kölner Landgericht hatte den Vater zu zwölf Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, weil er seine eigene Tochter über Jahre immer wieder missbraucht hatte.

Jörg L. schickte Missbrauchs-Aufnahmen an Gleichgesinnte

Der 43-Jährige war in der vergangenen Woche in Köln unter anderem wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Herstellens kinderpornografischer Schriften verurteilt worden. Nach Feststellung der Strafkammer hatte er immer wieder seine 2017 geborene Tochter missbraucht, davon Aufnahmen gemacht und diese über Chats an Gleichgesinnte verschickt. Neben der Freiheitsstrafe ordnete das Gericht die Unterbringung des gelernten Kochs und Hotelfachmanns in der Sicherungsverwahrung an.

Fall nahm bundesweite Ausmaße an

Jörg L. gilt als eine Schlüsselfigur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, weil Polizisten nach Durchsuchungen bei ihm wie in einem Schneeballsystem immer mehr Verdächtigen auf die Spur kamen. Sie stießen auf eine Art Parallelwelt, in der Männer im Netz Videos und Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs austauschten. Der Fall hat längst bundesweite Ausmaße angenommen.