Er soll nachts aus dem Bett geholt worden sein

Boss des Miri-Clans in den Libanon abgeschoben

Polizisten sichern bei einer Razzia gegen Clan-Kriminalität ein Lokal in Essen. (Symbolbild)
Polizisten sichern bei einer Razzia gegen Clan-Kriminalität ein Lokal in Essen. (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

12. Juli 2019 - 10:46 Uhr

Bremer und Berliner Behörden nahmen ihn fest

Der Chef des mächtigen Miri-Clans, Ibrahim Miri, wurde von Bremer und Berliner Behörden in Bremen festgenommen und in den Libanon abgeschoben. Beamte hätten den Mann in einer streng geheimen Operation mitten in der Nacht aus dem Bett geworfen und ihn in ein Flugzeug gesetzt, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Sprecherin der Innenbehörde bestätigt Abschiebung

Eine Sprecherin des Bremer Innensenators bestätigte den Vorfall. "Die besagte Person war ausreisepflichtig und wurde abgeschoben", sagte die Sprecherin. Aus übergeordneten Sicherheitsinteressen, die die Mitarbeiter der beteiligten Behörden beträfen, werde man nichts weiter dazu sagen.

Die "Bild"-Zeitung hatte weiter berichtet, dass der Mann bereits seit 2006 ausreispflichtig gewesen sei und direkt nach der Landung in Beirut von den dortigen Behörden in Empfang genommen wurde. 

Miri-Clan in Deutschland in organisierte Kriminalität verwickelt

Dem Clan, der vor allem in Bremen agiert, wird organisierte Kriminalität vorgeworfen. Im Oktober 2018 war den Behörden ein Schlag gegen den Clan gelungen, als bei einer groß angelegten Razzia mehrere Mitglieder in Bochum verhaftet werden konnten. Ibrahim Miri selbst erregte als Anführer der mittlerweile verbotenen Rocker-Bande "Mongols" Aufsehen. 2014 war er zu sechs Jahren Haft wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilt.

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