Ministerin Schmitt sieht 2G-Regel im Handel kritisch

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP). Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP). Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
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03. Dezember 2021 - 9:43 Uhr

Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) hat die bundesweite 2G-Regel im Handel kritisiert. "Die Regelung für den Einzelhandel finde ich ein Stück weit schwierig", sagte Schmitt im Radioprogramm SWR Aktuell. In Rheinland-Pfalz habe man darauf gesetzt, die Zahl der Kunden auf eine Person pro zehn Quadratmeter zu begrenzen. Allerdings äußerte Schmitt auch Verständnis für die deutschlandweit einheitliche Regelung. "Mit 2G habe ich die Möglichkeit, meinen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, im Gegensatz zum letzten Dezember".

Jetzt gehe es darum, die 2G-Regel in den Geschäften zu kontrollieren, was Aufwand mit sich bringe. Den Einzelhändlern sicherte die Wirtschaftsministerin weitere Unterstützung zu. "Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Überbrückungshilfe IV bis ins Frühjahr 2022 verlängert werden muss." Im Moment liefen gerade die letzten Abstimmungen. Der Handel habe auf das Weihnachtsgeschäft gehofft. "Jetzt müssen wir die Betriebe in dieser schwierigen Situation begleiten. Denn man geht von Umsatzeinbrüchen von 30 bis 50 Prozent aus. Das ist eine harte Situation."

Mit Blick auf 2G-Plus in der Gastronomie in Rheinland-Pfalz kündigte Schmitt an, einen "beobachteten Selbsttest" gegen das Coronavirus zu ermöglichen. "Die Gastronomie hat es dann auch in der Hand, dass die Leute in die Betriebe, in die Gastronomie kommen können und dann nach einem beaufsichtigten Selbsttest einen schönen Abend im Restaurant verbringen können." Von morgen an brauchen Geimpfte und Genesene in Rheinland-Pfalz zusätzlich ein negatives Testergebnis, um beispielsweise Zutritt zu Gaststätten oder Sportstudios zu erhalten.

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Quelle: DPA