Ministerin ruft zu Tests von Bleigehalt im Trinkwasser auf

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hat an Mieter und Wohnungseigentümer appelliert, ihr Trinkwasser auf Bleigehalt testen zu lassen. Anlass dafür sind Befürchtungen, dass sich qualitativ hochwertiges Trinkwasser wegen alter Bleileitungen nachträglich mit dem giftigen Schwermetall anreichern könnte. Zum Schutz der Bevölkerung gibt es vom 1. Dezember an einen neuen Grenzwert. Dann wird ein Höchstwert von 10 Mikrogramm Blei pro Liter gelten - seit 2003 lag er bei 25 Mikrogramm.

Blei im Trinkwasser ist vor allem für Schwangere und Kleinkinder gefährlich. Familien mit Kindern sowie junge Frauen gelten als besonders gefährdete Risikogruppe. Sie können daher in Niedersachsen über die örtlichen Gesundheitszentren den Bleigehalt auf Kosten des Landes testen lassen. Der Rest der Bevölkerung muss es auf eigene Kosten tun - ein solcher Test kostet nach Rundts Angaben rund 15 Euro.