Minicomputer als Familienmitglied - 'Amazon Alexa' jetzt auch in Deutschland erhältlich

15. Februar 2017 - 13:18 Uhr

"Alexa, brauche ich heute einen Regenschirm?"

Computer nehmen uns im Alltag nicht nur immer mehr ab, sie werden auch zunehmend menschlicher. Denn hören und sprechen – für die kleinen technischen Geräte kein Problem mehr. In den USA gibt es das Sprachassistenz-System 'Alexa' von Amazon schon länger und jetzt wird es auch in Deutschland verkauft.

Moderne Haushaltshilfe

Moderne Sprachsteuerungssysteme helfen im Haushalt mit
'Amazon Echo' gibt es in verschiedenen Größen und Farben
© dpa, Christoph Dernbach, chd tmk wst

'Amazon Echo' – so heißt das Gerät, aus dem Alexa spricht – gibt es in verschiedenen Größen. Das intelligente Sprachsystem kann zum Beispiel über einen einfachen Wortbefehl das Internet nach bestimmten Dingen durchsuchen, online kurz mal eine neue Bluse bestellen und Alexa kann inzwischen sogar im Haushalt mithelfen. Eine kurze Aufforderung per Codewort "Alexa" reicht aus und auf Zuruf schaltet sie das Licht oder gar Geräte wie Fernseher, Lampen oder die Heizung ein.

Alexa und Co. ergänzen die Smartphone-Sprachsteuerung

Sprachsteuerungen sind spätestens seit Apples 'Siri' populär, Microsoft hat 'Cortana'. Die jedoch sind in die Smartphones integriert. Mit 'Amazon Echo' und dem vor allem in den USA verbreiteten 'Google Home' etablieren sich nun Extra-Geräte, die fest im Zuhause stehen.

Platzieren kann man sie, wo man möchte. Ob auf dem Tisch, im Regal oder neben dem Bett – auf jeden Fall hören sie mit. Denn in die Echos sind hochempfindliche Mikrofone eingebaut.

Lauschangriff im Wohnzimmer

Die Geräte sind permanent mit dem Internet verbunden. Schließlich soll Alexa zu ziemlich jeder Frage eine Antwort parat haben, egal ob Termine, aktuelle Verkehrslage oder Uhrzeit. Und dafür braucht das intelligente Sprachsystem eine Menge Daten – ein Albtraum für Datenschützer, die die Spione im Wohnzimmer heftig kritisieren. "Man kann nicht sicher sein, was mit den Daten passiert, die dort aufgenommen sind. Sie können zu allen möglichen Zwecken theoretisch verwendet werden", so Johannes Casper, Datenschutzbeauftragter aus Hamburg.

Immerhin lässt sich Amazon Echo aber wenigstens taub stellen, oder auch einfach ganz ausschalten, wenn es mal nicht mithören soll.