Minge: Dynamo muss sich mit Entscheidung "anfreunden"

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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06. Mai 2020 - 17:14 Uhr

Die Verantwortlichen von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden haben auf die Erlaubnis der Politik zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison zurückhaltend reagiert. "Wir werden uns mit dieser Entscheidung anfreunden müssen, denn es gibt derzeit keine mehrheitsfähige Alternative zu Geisterspielen unter den Clubvertretern", sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge am Mittwoch in einer Pressemitteilung des Vereins. Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born meinte: "Legt man die für einige Clubs schon jetzt bedrohliche wirtschaftliche Situation zugrunde, dann muss man von einem guten Tag für den deutschen Profi-Fußball sprechen."

Zuvor hatten Bund und Länder die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme von Spielen ohne Zuschauer in der Fußball-Bundesliga ab der zweiten Mai-Hälfte erteilt. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte.

Minge verwies erneut darauf, dass der Fußball eine Publikumssportart sei: "Das wird schon bald dem Letzten bewusst, der das bisher in Zweifel gezogen hat. Wir sind als Verein geisterspielerprobt und können deshalb sagen: Was da in den kommenden Wochen auf uns wartet, wird nicht annähernd die Faszination des Fußballs entfalten können, die wir an diesem Sport so lieben."

Dynamo ist derzeit Tabellenletzter der 2. Bundesliga und muss in den verbleibenden neun Spielen um den Klassenverbleib kämpfen. "Ab morgen richtet sich unser Blick dann nach vorn, denn wir wollen mit dem Klassenerhalt 2020 unser sportliches Ziel in dieser Saison auch unter diesen besonderen Voraussetzungen erreichen", sagte Minge.

Quelle: DPA