Minge bedauert Trennung von Dynamo: Anderes Ende gewünscht

Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge steht im Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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02. Juni 2020 - 17:52 Uhr

Sportgeschäftsführer Ralf Minge von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden bedauert, dass die Zusammenarbeit mit dem Verein nicht in gegenseitigem Einvernehmen per 30. Juni endet. In einer am Dienstag verbreiteten Erklärung sagte Minge: "Ich hätte mir gern ein anderes Ende, einen anderen Abschied als Verantwortungsträger des Vereins gewünscht. Aber ich persönlich kann in den Spiegel schauen und das war mir in meinem Leben schon immer wichtig."

Der Aufsichtsrat des Clubs hatte am Montagabend das Ende der Zusammenarbeit mit dem 59-Jährigen bekanntgegeben, da man nach mehr als sechs sportlich und finanziell als historisch zu betrachtenden, aber auch kräftezehrenden Jahren beiderseits nicht mehr die volle Überzeugung habe, den bisherigen Weg in der bestehenden Form gemeinsam fortzusetzen.

Minge erklärte, er habe am 27. Dezember im Aufsichtsrat die Vertrauensfrage gestellt, über diese wurde aber nicht abgestimmt. Daher entschied er sich wegen des deutlich gewordenen Vertrauensverlustes, nicht über den 30. Juni den Posten des Sportgeschäftsführers auszuüben.

In den folgenden Monaten habe es mehrfach Gespräche gegeben, die Zusammenarbeit bis zur Bestellung eines Nachfolgers fortzuführen. Der Verein gab den 31. Dezember 2020 als Enddatum an, um es vor wenigen Tagen auf den 30. September vorzuziehen. "Ich habe dem Aufsichtsrat dann vorige Woche mitgeteilt, dass diese kurzzeitige und so auch nicht besprochene Verlängerung für mich keine Option sei", sagte Minge. Daraufhin kam es nun zur Trennung zum 30. Juni.

Der scheidende Sportgeschäftsführer versprach, bis zum letzten Arbeitstag gemeinsam mit der Mannschaft und dem Trainer- und Betreuerteam alles für Dynamo zu geben.

Quelle: DPA