Mindestens fünf Tote bei Protesten in Ägypten

30. März 2014 - 8:57 Uhr

In Kairo sind bei Ausschreitungen am Rande von Protesten der islamistischen Muslimbrüder mindestens fünf Menschen getötet worden. Auf mindestens eines der Opfer sei scharf geschossen worden, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Das Innenministerium machte die Muslimbrüder für den Gewaltausbruch verantwortlich. Nach Angaben der Zeitung 'Al-Dustur' zählte eine Journalistin des Blatts zu den Getöteten.

Hunderte Unterstützer der Muslimbrüder waren am Freitag in Kairo sowie in anderen Städten auf die Straßen gegangen. 79 von ihnen seien festgenommen worden, so die Behörden. Sie hätten Waffen bei sich getragen. In einer Erklärung der Muslimbrüder hieß es, ihre Anhänger hätten friedlich demonstriert. Sicherheitskräfte hätten das Feuer eröffnet.

Die Demonstranten protestierten gegen die mehr als 500 Todesurteile, die vor kurzem gegen Muslimbrüder verhängt wurden und gegen noch laufenden Verfahren gegen Hunderte weitere Anhänger der in Ägypten verbotenen Organisation.