Mindestens 55 Tote bei Boko-Haram-Überfällen in Nigeria

15. Mai 2015 - 21:46 Uhr

Mehrere Häuser in Brand gesteckt

Bei zwei Überfällen auf Dörfer im Nordosten Nigerias haben Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in dieser Woche mindestens 55 Menschen getötet. In den Gemeinden Bale und Kayamla im Bundesstaat Borno hätten sie zudem mehrere Häuser in Brand gesteckt, zitierte die Zeitung 'Vanguard' Bewohner und einen Bürgerwehr-Vertreter. Soldaten hätten sie in Vororten der Stadt Maiduguri gestoppt. Unter Berufung auf Militärkreise schrieb die Zeitung, die schwer bewaffneten Boko-Haram-Kämpfer hätten die Offensive auf die Stadt am späten Mittwochabend begonnen.

Boko Haram ist rund um Maiduguri, Hauptstadt des Bundesstaates Borno, immer wieder für Gewalttaten verantwortlich. Die Gruppe will in der Region einen sogenannten Gottesstaat errichten und hat seit 2009 über 13.000 Menschen getötet. Zuletzt wurde sie vom Militär und einer multinationalen Truppe immer weiter zurückgedrängt.