Minderleister: Absichtlich faul – was muss man auf der Arbeit schaffen?

18. September 2017 - 14:03 Uhr

Was einem Minderleister droht

Sie kennen bestimmt jemanden, auf den die folgenden Zeilen zutreffen. Sein oder ihr Gesicht wird wahrscheinlich sofort vor Ihrem geistigen Auge auftauchen. Es gibt da diesen Kollegen bei der Arbeit, der irgendwie nicht so richtig mitkommt. Kann er nicht oder will er nicht? Personaler sprechen in so einem Fall von 'Minderleistern' oder 'Low Performern', also Menschen, die unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Bestimmte Regeln müssen erfüllt werden

Mit diesem Thema beschäftigt sich zurzeit auch der Bundesgerichtshof. Einem Richter wurde vorgeworfen, er verhandle zu wenige Fälle. Der wehrt sich und klagt. Aber wie viel Arbeit ist denn genug? Zählt die reine Masse oder auch die Sorgfalt? Kann man das überhaupt messen? Und falls wirklich zu wenig geleistet wird, was droht dem Arbeitnehmer?

Auf einen bei dieser Frage entscheidenden Punkt weist die Arbeitsrechtlerin Anna Albers hin: Im Arbeitsvertrag ist die Tätigkeit und deren zeitlicher Umfang geregelt. Meist nicht geregelt ist, was der Arbeitnehmer an Menge in dieser Zeit leisten muss. Dennoch gibt es einen Standard und gewisse Regeln. Sollte jemand 30 Prozent langsamer sein als seine Kollegen - und das, weil er absichtlich trödelt, ist eine Kündigung unter bestimmten Bedingungen gerechtfertigt. Welche das sind, und was Arbeitnehmer und Arbeitgeber beachten müssen: Das erfahren Sie im Video.