Donald Trumps neuer Konkurrent

Milliardär Michael Bloomberg will offenbar US-Präsident werden

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8. November 2019 - 8:23 Uhr

Ex-Bürgermeister von New York will in US-Wahlkampf einsteigen

Zum ersten Mal könnten sich in den USA zwei Multi-Milliardäre um die Präsidentschaft bewerben: Medienmogul und Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg will 2020 offenbar für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten. Laut US-Medien sammeln seine Mitarbeiter bereits die dafür notwenigen Unterschriften.

Michael Bloomberg will ins Weiße Haus einziehen

 November 7, 2019, Washington, DC, U.S: November 7, 2019 - Washington, DC, United States: President Donald Trump speaking at the presentation of the Presidential Citizens Medal posthumously to Rick Rescorla in the East Room of the White House. Washin
Bloomberg will Trump aus dem Weißen Haus jagen.
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Bloomberg gilt als einer der schärfsten Kritiker von Donald Trump. Der US-Präsident sei gefährlich für die USA, sagte er zuletzt im März dieses Jahres und erklärte dabei auch: "Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen." Allerdings schloss er eine Kandidatur damals noch aus. Nun die Wende: Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben, schreibt die "New York Times".

Dem Bericht zufolge schickt der Ex-Bürgermeister von New York mehrere Mitarbeiter nach Alabama um dort vor Ablauf der Frist am Freitag Unterschriften zu sammeln, die für die Vorwahl in dem Staat erforderlich sind. Das sei ein eindeutiges Zeichen, so das Blatt.

Einer der reichsten Männer der USA

Bloomberg ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Laut Forbes-Liste besitzt er 52 Milliarden Dollar, das ist 18 Mal so viel wie Donald Trump (3,1 Milliarden) hat. Er war sowohl Mitglied der Republikaner als auch der Demokratischen Partei und als Bürgermeister parteilos. Er gilt als gemäßigt, steht der Finanzwelt nahe und hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die von den Präsidentschaftsanwärtern Bernie Sanders und Elizabeth Warren angekündigten Maßnahmen zu links sind.

"Er denkt, dass Joe Biden schwach ist und Sanders sowie Warren nicht gewinnen können", zitierte die "New York Post" aus dem Umfeld Bloombergs. Schon jetzt bewerben sich 17 Männer und Frauen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur.