Mildes Urteil nach tödlichem Regenschirm-Wurf

13. Februar 2016 - 20:50 Uhr

Es war eine Spielerei auf dem Schulhof mit tödlichem Ausgang. Vor einem halben Jahr wurde ein 14-jähriges Mädchen auf einem Schulhof in Delbrück (Kreis Paderborn) von einem abgebrochenen Regenschirm durchbohrt und starb. Das Paderborner Jugendschöffengericht verurteilte einen 17-jährigen Schüler wegen fahrlässiger Tötung zu 150 Sozialstunden. Der Junge hatte den Schirm auf das Dach der Schule werfen wollen und dabei das Mädchen so unglücklich getroffen, dass der Stiel des Schirm in die Brust der Schülerin eindrang.

Trotz der schwerwiegenden Folgen der Tat sei die Verhängung einer Jugendstrafe nicht infrage gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Burkhard Dannewald. Der Schüler habe direkt nach der Tat wie auch im Prozess ein "absolutes Schuldbewusstsein" gezeigt und leide selbst unter dem Vorfall.