Milder Winter: Storch kehrt früh nach Sachsen-Anhalt zurück

ILLUSTRATION - Ein Storch steht in seinem Nest. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa
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14. Februar 2020 - 11:01 Uhr

Bereits Mitte Februar ist einer der ersten Störche nach Sachsen-Anhalt zurückgekehrt. In Jeßnitz (Anhalt-Bitterfeld) ist ein alter Bekannter gesichtet worden, wie Manfred Richter vom Naturschutzbund (Nabu) am Freitag berichtete. "Nach meiner Informationen ist das der erste wilde Storch, der nach Anhalt-Bitterfeld zurückgekommen ist", sagte er. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Seit vielen Jahren sei der Storch in Jeßnitz und habe mehrfach gebrütet. Erkannt wird er durch einen Ring mit einer Kennung. In den vergangenen Jahren habe er eine Partnerin gehabt, mit der er mehrfach Nachwuchs hatte. Vergangenes Jahr etwa seien zwei Jungtiere geschlüpft. Besonders erfolgreich waren den Angaben zufolge die Jahre 2015 und 2017 mit je fünf mal Nachwuchs. "Das ist schon eine Sensation gewesen", betonte Richter.

Die sogenannten "Westzieher" reisen in der Regel nicht so weit in ihre Winterquartiere, sagte Richter, daher seien sie auch früh wieder im Lande. "In milden Wintern ziehen sie meistens nur bis an den Rhein oder nach Frankreich." Die "Ostzieher" würden hingegen über die Balkanroute und Türkei bis nach Afrika ziehen und kämen bedeutend später zurück nach Deutschland.

Quelle: DPA