Milde Urteile im Kunstfälscher-Prozess möglich

13. Februar 2016 - 20:50 Uhr

Die Angeklagten im spektakulären Kunstfälscher-Prozess um die angebliche Sammlung Jägers können mit relativ milden Urteilen und einem kurzen Verfahren rechnen. Der Vorsitzende Richter Wilhelm Kremer am Kölner Landgericht schlug am Dienstag nach einem Gespräch mit Staatsanwälten und Verteidigern eine Verfahrensabsprache vor.

Der sogenannte Deal sieht für die drei Hauptangeklagten Gefängnisstrafen bis zu sechs Jahren vor und für die vierte Beschuldigte eine Bewährungsstrafe. Voraussetzung seien Geständnisse der Angeklagten, die zur "rückhaltlosen Aufklärung" der Vorwürfe beitrügen. Laut Gesetz drohen den Angeklagten für die ihnen zur Last gelegten Vergehen bis zu zehn Jahre Haft.