Life
Hilfreiche Alltags-Tipps und bewegende Storys mitten aus dem Leben

Mikroplastik im Mineralwasser und Fleur de Sel gefunden

Forscher finden Mikroplastik in Mineralwasser und Fleur de Sel.
Forscher finden winzige Kunststoffpartikel in Mineralwasser und Fleur de Sel. © iStockphoto, istockphoto.com, sayhmog, OlgaMiltsova

Keine Probe ohne Kunststoffpartikel

Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen im Meer. Darunter auch winzige Teilchen, Mikroplastik genannt. Forscher haben dieses jetzt in Salz, besonders im Fleur de Sel und in Mineralwasser gefunden – keine Probe war frei davon.

Mineralwasser aus Mehrwegflaschen besonders betroffen

Mikroplastik wird Kosmetikprodukten wie Zahnpasta oder Bodylotions zugesetzt. Doch aktuelle Untersuchungen zeigen: Mikroplastik steckt auch in unserem Wasser. Münsteraner Forscher haben 38 verschiedene Mineralwässer untersucht – aus Getränkekartons, Einweg- und Mehrwegflaschen. Vor allem in letzteren fanden sie viele Mikroplastik-Partikel, berichtet der Deutschlandfunk. Experten vermuten, dass die Plastikteilchen aus der Flaschenhülle und aus den Verschlüssen stammen.

Fast all unser Wasser ist mit Mikroplastik verseucht
Fast all unser Wasser ist mit Mikroplastik verseucht Unsichtbarer Müll 00:27

"Das ist das Ergebnis unseres achtlosen Umgangs mit Plastik"

Doch nicht nur Wasser – auch Salz scheint betroffen zu sein, zumindest das Fleur de Sel. Es gilt als besonders edles Meersalz. Das Edelsalz besteht aus Salzkristallen, die per Hand von der Wasseroberfläche abgeschöpft werden. Und es enthält auch mehr Mikroplastik, wie Forscher der Universität Oldenburg herausgefunden haben. Überraschend ist das nicht: "Die Hersteller können dafür erst einmal nichts. Das ist das Ergebnis unseres achtlosen Umgangs mit Plastik", sagt Barbara Scholz-Böttcher von der Uni Oldenburg. Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion gelangen jährlich 9,5 Millionen Tonnen Plastik ins Meer.

Die Menge des Mikroplastiks in den Salzproben hält die Chemikerin zum gegenwärtigen Wissensstand für gesundheitlich nicht bedenklich. "Wenn man das auf einen Teelöffel umrechnet, sind das Spürchen", sagte Scholz-Böttcher. "Mikroplastik befindet sich überall in unserer Umgebung". Warum Sie dennoch versuchen sollten, die mikroskopischen Kunststoffpartikel zu meiden, erfahren Sie hier.

Was genau ist Mikroplastik?

Zu Mikroplastik zählen alle Teilchen, die kleiner als fünf Millimeter und größer als 0,1 Mikrometer sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist bis zu 100 Mikrometer dick.

Mehr Life-Themen