News
Aktuelle Nachrichten, Schlagzeilen und Videos

Midterm Elections 2018 in den USA: Diese Frauen wollen es Donald Trump zeigen

Midterm-Wahlen: Diese Frauen stellen sich gegen Donald Trump
Midterm-Wahlen: Diese Frauen stellen sich gegen Donald Trump Sie finden: Es muss sich etwas ändern in den USA 02:27

Mehr Frauen als je zuvor treten für politische Ämter an

Erstmalig nach den Präsidentschaftswahlen von 2016 stehen in den USA wieder große, überregionale Wahlen an - die sogenannten Midterms. Und die könnten Präsident Donald Trump das Leben schwer machen. Er selbst steht zwar gar nicht zur Wahl – doch seine Partei, die Republikaner, könnten ihre Mehrheit im Kongress verlieren. Die USA sind gespalten wie nie. Viele sind mit der Politik im Weißen Haus unzufrieden. Gerade Frauen fühlen sich benachteiligt. Darum treten jetzt auch 276 Frauen für politische Ämter an – so viele wie nie.

Besonders Frauen sind mit der politischen Situation im Land unzufrieden

Sie kämpfen für Gleichberechtigung und wollen ein modernes Amerika. Gerade die #metoo-Bewegung und die aktuelle politische Stimmung rund um Donald Trump brachte Schwung in die politischen Bestrebungen einiger US-Amerikanerinnen. So weitergehen wie bisher soll es nicht. "Viele Frauen haben Angst, dass sie nicht mehr respektiert werden. Sie wollen nicht, dass irgendein beliebiger Politiker für sie in Washington eintritt. Sie wollen das selbst machen, um ihre Zukunft selbst zu gestalten.", sagt Dawn Teele, Politikwissenschaftlerin der Universität von Pennsylvania.

Doch das klingt leichter, als es wirklich ist. Kristin Seale beispielsweise, die für die Demokraten antritt, hat in ihrem klassisch republikanischen Bezirk mit vielen Anfeindungen zu kämpfen. Wie schwer es einige der Frauen auf ihrem Weg in die amerikanische Politik wirklich haben, sehen Sie in unserem Video.

Worum geht es bei den Midterm-Wahlen überhaupt?

In den USA werden zwei Jahre (Zwischenwahl = Midterm elections) nach der Präsidentschaftswahl Teile des Parlaments neu gewählt. Das US-Parlament nennt sich Kongress und besteht aus zwei Kammern: dem Repräsentantenhaus mit 435 Sitzen und dem Senat mit 100 Sitzen. Jeder der 50 US-Bundestaaten schickt Abgeordnete in diese beiden Kammern. Die Zahl der Abgeordneten richtet sich im Repräsentantenhaus nach der Bevölkerungszahl des jeweiligen Bundesstaats, so hat Kalifornien als bevölkerungsreichster Bundesstaat beispielsweise 53 Sitze. Im Senat hingegen sitzen aus jedem Bundesstaat 2 Abgeordnete, unabhängig von der Bevölkerungszahl.

Darum sind die "Midterm Elections" so wichtig
Darum sind die "Midterm Elections" so wichtig Hier geht's um Trumps Zukunft 01:28

Wen dürfen die Amerikaner jetzt neu wählen?

Neu gewählt werden jetzt alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie 35 Senatssitze. Das Repräsentantenhaus wird alle zwei Jahre komplett neu gewählt, ein Senator hingegen bleibt ganze sechs Jahre im Amt. Außerdem wählen 36 der 50 Bundesstaaten ihre Gouverneure neu.

Wie ist die Situation vor der Wahl und warum ist sie so wichtig für Präsident Trump?

Derzeit haben Trumps Republikaner im Repräsentantenhaus mit 235 von 435 Sitzen eine Mehrheit. Im Senat stellen sie 51 der 100 Senatoren, also nur knapp mehr als die Hälfte. Sollten die Demokraten das Repräsentantenhaus jetzt erobern, könnten sie zahlreiche Untersuchungen gegen Trump einleiten. Die Ergebnisse könnten die Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren ("Impeachment") bilden, das Trumps Gegner dann einleiten könnten.

Umfragen zufolge gilt es als wahrscheinlich, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen – im Senat hingegen stehen die Chancen für sie schlecht. Die Geschichte ist ebenfalls auf der Seite der Demokraten – denn bei der Wahl bekommt meist die Regierungspartei einen Denkzettel verpasst. Auch Trumps demokratischer Vorgänger Barack Obama musste das bei den Zwischenwahlen vor vier Jahren schmerzlich erfahren.

Donald Trump muss bangen

Donald Trump selbst hat die Midterms zu einer Abstimmung über seine Politik erklärt. Sollten seine Republikaner also ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus oder sogar zusätzlich im Senat verlieren, sieht es ganz düster aus für den US-Präsidenten.

Mehr News-Themen