Schumi jr. im RTL-Interview

Mick: Vettel "sehr hilfreich für mich"

16. September 2020 - 11:12 Uhr

Mick Schumacher: Auf den Spuren von Papa Michael?

Für Mick Schumacher läuft derzeit Vieles perfekt: Der 21-Jährige führt das Formel-2-Ranking an, durfte beim Ferrari-Jubiläums-Rennen in Mugello mit dem legendären Weltmeister-Auto von Papa Michael fahren und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto versprach Mick kürzlich ein Formel-1-Debüt noch in dieser Saison. Im Interview mit RTL-Reporter Felix Görner hat Schumacher junior nun erzählt, wie emotional die Fahrt im legendären Ferrari war, was ihm der Nürburgring bedeutet und welchen Einfluss Sebastian Vettel auf ihn hat. Das Gespräch sehen Sie oben im Video.

Aktuell will Mick sich aber nicht allzu viele Gedanken über die Formel 1 machen, und im Unterbau der Königsklasse "einfach mein Ding weitermachen". 

"Es heißt schon etwas, wenn man Formel-2-Weltmeister ist", sagte Schumacher im Interview: "Natürlich macht es auf einen aufmerksam. Aber es ist nicht gegeben, dass es dann genau zu dieser Zeit einen Sitz gibt."

Tipps vom viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel

Der Prema-Pilot freut sich, dass Sebastian Vettel der Formel 1 erhalten bleibt. Vettel sei "ein sehr entspannter Typ, von dem ich auch den einen oder anderen Tipp kriege", sagte Schumacher. Der Verbleib des viermaligen Weltmeisters sei daher "sehr hilfreich" für ihn.

Mick fährt legendären F2004 von Papa Schumi

Während der Große Preis der Toskana in Mugello für Ferrari trotz des Jubiläumsrennens alles andere als rund lief, konnte zumindest Formel-2-Pilot Mick Schumacher einst glorreiche Zeiten der Scuderia erahnen lassen. Der 21-Jährige durfte im F2004 - dem Weltmeister-Auto von Papa Michael - einige Runden drehen. Gänsehaut pur!

"Ich wollte mal schauen, wo das Limit ist, und hab es gefunden", berichtete Schumi jr. anschließend und zauberte den Ferrari-Fans trotz aller düsteren Randumstände (Die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc belegten beim Toskana-GP die mageren Plätze 10 und 8) ein Lächeln ins Gesicht.

Schumacher führt Formel 2 an

Und damit nicht genug: Kurz vor der Spritztour im Weltmeister-Auto hatte Mick Platz 4 im Formel-2-Rennen in der Toskana eingefahren und damit seine Gesamtführung in der zweithöchsten Rennsport-Klasse ausgebaut. Sechs Rennen vor Schluss liegt der Prema-Pilot nun acht Punkte vor Konkurrent Callum Ilott aus Großbritannien.

Formel-1-Debüt noch 2020?

All der Wirbel um den 21-Jährigen wurde in Mugello noch mit einer Wahnsinns-Nachricht von Ferrari gekrönt: Scuderia-Teamchef Binotto lobte Mick für seine grandiosen Leistungen in der Formel 2 und orakelte: "Ich denke, dass Mick große Chancen hat, möglicherweise nächstes Jahr in der Formel 1 zu fahren." Dafür werde er noch diese Saison seine Trainingszeit bekommen, verkündete der 50-Jährige.

Möglicherweise ja schon am 9. Oktober beim Großen Preis der Eifel am Nürburgring. Der Kurs sei für ihn ein "Stück Heimat", verriet Mick. Was er am besagten 9. Oktober mache, wisse er aber noch nicht, sagte Schumi jr. und lachte.

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