Karriereboost nach teurer Scheidung

Michaela Schaffrath "stand vor dem Nichts" - "Dschungelcamp war meine Rettung"

Michaela Schaffrath
Michaela Schaffrath spricht in einem Interview über finanzielle Schwierigkeiten
VOX / Severin Schweiger, Motto in München: On Tour Münche

Glamour-Luxus-Champagner-Leben und um Geld bitten - Michaela Schaffrath (51) hat beide Phasen in ihrem Leben durchgemacht. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) spricht sie nun offen über die Zeit, in der sie finanziell „vor dem Nichts“ stand – und wie ihre Teilnahme beim „Dschungelcamp“ sie da raus holte und für sie zum Karriere-Booster wurde.

„Ich habe das Geld zum Fenster rausgeschmissen"

Den Schritt in die Medienwelt ging die gelernte Kinderkrankenschwester unter dem Namen „Gina Wild“ als Erotik-Star. Der Erfolg beflügelte: „Ich habe das Geld zum Fenster rausgeschmissen. Teure Hotels, Luxus-Klamotten, First Class, dickes Auto... Das volle Programm. Ich dachte, das läuft immer so weiter. Bis der große Knall kam“, so Michaela Schaffrath im SZ-Interview.

Nach einem kurzen, aber medienwirksamen, Intermezzo in der Porno-Branche kehrte sie dem Geschäft den Rücken und machte sich fortan als Schauspielerin einen Namen.

Michaela Schaffrath musste um Geld bitten

Im Dezember 2005 ließ sie sich nach 15 Jahren von ihrem Ehemann Axel Schaffrath scheiden. Ein Lebensabschnitt, der auch finanziell an ihr nagte. „Die Scheidung war sehr teuer. Ich habe unsere Schulden übernommen. Und dann stand ich erst mal vor dem Nichts“, offenbart Schaffrath: „Ich musste Freunde um Geld bitten, auch meine Eltern. Das ist unangenehm und ist mir verdammt schwergefallen. Es ist das Schlimmste, jemanden um Geld zu bitten, finde ich. Es ist das Eingeständnis von Versagen.“

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"Meine finanzielle Rettung aber war das Dschungelcamp“

Tag 3 im Camp: Die ehemalige Krankenschwester Michaela Schaffrath kümmert sich um die Blessuren von Ross Antony # Foto: RTLVerwendung des Bildes für Online-Medien ausschließlich mit folgendem Hinweis und Verlinkung: Alle Infos zu "Ich bin ein Star -
Michaela Schaffrath und der spätere Dschungelkönig Ross Antony 2008 bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus".
RTL

Doch Aufgeben war für die Theaterschauspielerin nie eine Option. „Dann habe ich meine Ansprüche komplett runtergeschraubt, mir eine kleinere Wohnung gesucht, viele Designerklamotten verkauft. Meine finanzielle Rettung aber war das Dschungelcamp.“ 2008 nahm die heute 51-Jährige bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ teil und wurde Zweite hinter Ross Antony.

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Erst Dschungel-Gage, jetzt Eierlikör-Einnahmen

Wie viel genau damals für sie raussprang, sagt Schaffrath nicht. „Aber es hat gereicht, um wieder auf die Füße zu kommen“, versichert die Dschungel-Zweitplatzierte, deren Karriere dann wieder richtig Fahrt aufnahm. Talkshows, Engagements, eine Moderation beim TV-Sender Comedy Central, eigene Sendungen - „Seit 2008 geht es eigentlich nur noch bergauf“, resümiert sie in der „Süddeutschen Zeitung“.

Aus ihren Fehlern hat sie heute gelernt, verrät sie außerdem. Sie werde „nie wieder alles auf eine Karte setzen“, betont die 51-Jährige. Ein weiteres Standbein: Schaffrath und ihr Partner Carlos machen nun auch in Eierlikör. In der Corona-Pandemie fanden sie das Rezept für Eierlikör von Carlos’ Oma Martha auf dem Dachboden des Hauses, das sie geerbt hatten. Als dann ein Freund mit einer Ladung Eiern vor der Tür stand, wurde das Rezept prompt ausprobiert. In Flaschen gepackt mit selbst entworfenem Etikett wurde es dann an Freunde und Geschäftspartner verschenkt. „Plötzlich haben wir gemerkt, da gibt’s ja ’ne Nachfrage. Sämtliche Barkeeper und Hoteliers sagen, Eierlikör ist das neue Kult-Getränk. Mittlerweile sind es über 4.000 Flaschen geworden“, so Schaffrath. Produziert wird über eine Destille und ist zur „willkommenen Einnahmequelle“ avanciert. (rla)

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