Jean Todt nach Besuch bei Michael Schumacher

"Er kämpft. Ich hoffe, die Welt wird in der Lage sein, ihn wiederzusehen"

Ferrari World Finals, Monza
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20. Juli 2020 - 8:40 Uhr

Todt stattet Michael Schumacher Besuch in der Schweiz ab

FIA-Präsident Jean Todt erklärt im Rahmen des Formel-1-Wochenendes, dass er in der letzten Woche bei Michael Schumacher in der Schweiz zu Gast war. Der Franzose äußert nun Hoffungen, dass auch die Öffentlichkeit den Rekordweltmeister in Zukunft wieder zu Gesicht bekommt.

Schumis Gesundheitszustand bleibt weiter unbekannt

"Er kämpft. Ich hoffe, die Welt wird in der Lage sein, ihn wiederzusehen. Darauf arbeiten er und seine Familie hin", erklärte Todt, der als enger Vertrauter von Schumi gilt, gegenüber der "Daily Mail". Nur ein sehr kleiner Personenkreis darf den mittlerweile 51-Jährigen überhaupt besuchen.

Doch auch Todt hält sich an die Vorgaben der Familie, die im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand immer auf die Privatsphäre des zweifachen Familienvaters verweist.

Rekorde sind für Todt zweitrangig

Dass die für ewig gehaltenen Bestmarken Schumachers nach und nach durch die Rekorde von dessen Nachfolger bei Mercedes, Lewis Hamilton, abgelöst werden, ist für Todt nicht so entscheidend. "Spielt es eine Rolle, ob Lewis mehr gewonnen hat nach einem Unfall wie dem von Michael?", fragte Todt, der seit 2009 der Präsident des Internationalen Automobilverbandes ist. Es sei auch unmöglich zu sagen, wer der beste Fahrer überhaupt ist.

Schumacher gewann in seiner Karriere sieben WM-Titel und 91 Rennen. Während seiner Ferrari-Zeit war Todt Teamchef der Scuderia. Schumacher holte in der Zeit fünfmal nacheinander den WM-Titel (2000, 2001, 2002, 2003, 2004). Seine ersten beiden WM-Triumphe hatte Schumacher 1994 und 1995 mit Benetton gefeiert.