20. April 2019 - 11:02 Uhr

Einblicke in Schumachers "Ruhestands"-Planung

Michael Schumacher hatte offenbar schon ganz konkrete Pläne für die Zeit nach der aktiven Formel-1-Karriere. Darüber hat sein früherer Manager Willi Weber nun in einem Interview mit Motorsport-Total.com gesprochen.

Mick in den Motorsport begleiten

VALENCIA, SPAIN - AUGUST 22:  Former Ferrari F1 World Champion Michael Schumacher (L) talks to his manager Willi Weber during the final practice session prior to qualifying for the European Formula One Grand Prix at the Valencia Street Circuit on Aug
Willi Weber managte Michael Schumacher
© Getty Images

Wäre der schwere Skiunfall nicht gewesen, würde der siebenfache Weltmeister heute vermutlich eng mit Sohn Mick Schumacher zusammenarbeiten und ihn auf dem Weg in die Formel 1 begleiten.

Weber erzählte, dass er Schumacher ein paar Mal begleitet habe, als er mit Sohn Mick auf die Kartbahn ging. Die Formel-1-Legende sei bestrebt gewesen, "den Jungen in die Formel 1 zu bringen und ihn zu managen, so wie ich früher ihn gemanagt habe. Das hätte ihm sehr gefallen", sagte Weber.

In die Fußstapfen des Vaters

Wie der Vater, so der Sohn – von dieser Vorstellung sei Schumacher begeistert gewesen. Schon früh habe der langjährige Ferrari-Pilot seinen Sohn daher aktiv gefördert. Außerdem wäre Schumacher genau der richtige für den Manager-Job gewesen, glaubt Weber: "Michael weiß ja alles. Mit welchen Teams er sprechen muss, er weiß, wie das alles geht. Weil er die Erfahrungen alle selbst gemacht hat."

Name als großer Druck

Doch die Last des Namens Schumacher sei nicht immer leicht für Mick, findet Weber: "Man vergleicht ihn immer mit Michael und sagt: 'Der heißt Schumacher, der muss das gleiche Ergebnis bringen wie sein Vater.' Das ist natürlich eine Riesenbelastung für den Jungen", sagte der 77-Jährige.

Dieser Belastung hat Mick Schumacher bisher jedoch gut Stand gehalten. In nur vier Jahren stieg der 20-Jährige von der Formel 4 in die Formel 2 auf. Rund um den Großen Preis von Bahrain absolvierte Schumacher Junior seine ersten Testfahrten in der Formel 1. Die Pläne von Michael Schumacher scheinen sich offenbar auch so zu erfüllen.