Michael Jackson: Missbrauchsopfer sauer auf MTV

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14. August 2019 - 12:51 Uhr

Wade Robson wurde als Kind nach eigenen Angaben von Michael Jackson missbraucht und macht MTV nun Vorwürfe, einen nach dem King of Pop benannten Award nicht umzubenennen.

Michael Jackson († 50) ist noch immer einer der größten Künstler der Musikgeschichte, doch nach seinem Tod kamen negative Geschichten ans Licht. Angeblich soll der Sänger ('Thriller') mehrere Kinder auf seiner Neverland Ranch sexuell belästigt haben, darunter auch Wade Robson. Der mittlerweile Erwachsene hat nun MTV dafür verurteilt, den Michael Jackson Video Vanguard-Award nicht umzubenennen.

Prestigeträchtiger Preis behält Namen

Missy Elliot (48, 'Work It') wurde erst am Montag 12. August als diesjährige Empfängerin des Preises bekanntgegeben und ebenso wie ihre Vorgänger – unter anderem bekamen den Preis Jennifer Lopez, Beyoncé, Justin Timberlake, Madonna und Rihanna – wird die Rapperin die Auszeichnung als Michael Jackson Video Vanguard-Award bei den MTV Video Music Awards diesen Monat 26. August entgegennehmen. Die Auszeichnung für bahnbrechende Videos wird als höchste Ehre bei MTV angesehen.

Michael Jackson: Missbrauchsopfer unzufrieden

Obwohl Robson die Entscheidung akzeptiert, hält er sie für äußerst unglücklich – besonders in der aktuellen Zeit, die von der MeToo-Bewegung und dem TimesUp-Slogan geprägt ist. Der Choreograph, der einer der zwei Männer war, die in Dan Reeds Dokumentation 'Leaving Neverland' von ihren Missbräuchen durch Jackson erzählten, erklärt gegenüber 'The Wrap': "MTV muss es nicht für mich persönlich tun, aber in Anbetracht der Tatsache, dass missbrauchte Kinder auf der ganzen Welt zusehen und schauen, ob die Gesellschaft sie unterstützen würde, wenn sie die Wahrheit sagen, ist es eine sehr unglückliche Entscheidung." Der Preis wurde 1991 nach dem King of Pop benannt.

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