MH370: Zweites Schiff empfängt mögliches Black Box Signal

Suche nach Quelle des Signals

Rund einen Monat nachdem Flug MH370 auf seinem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwand, gibt es möglicherweise neue Hinweise auf die Absturzstelle im Indischen Ozean. Nachdem bereits ein chinesisches Schiff den Empfang eines "pulsierenden Signals" gemeldet hatte, registrierte nun offenbar auch ein australisches Boot mögliche Signale der Black Box – allerdings in einem anderen Seegebiet.

MH370: Zweites Schiff empfängt mögliches Black Box Signal
Das australische Schiff 'Ocean Shield' empfing ebenfalls ein mögliches Signal der Black Box.
REUTERS, HANDOUT

Die neuen Spuren ergaben sich im Rahmen einer erneut intensivierten Suchaktion mehrerer Länder. Bis zu zehn Militärflugzeuge, zwei zivile Maschinen und dreizehn Schiffe durchkämmen auf der Suche nach der Absturzstelle des Passagierflugzeuges ein 217.000 Quadratkilometer großes Seegebiet im südlichen Indischen Ozean. Im Zuge dieser Suchaktion empfing das chinesische Suchschiff ' Haixun 01' zweimal ein Signal auf der Frequenz 37,5 Kilohertz, die laut Airbus dem internationalen Standard für die Unterwasser-Lokalisierung von Flugschreibern entspricht. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete, dass ' Haixun 01' das Signal erstmals am Freitag und dann erneut am Samstag mehr als 1.600 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth registrierte. Hinzu kommt: Nach Berichten der chinesische Nachrichtenagentur 'Xinhua' sichtete ein Flugzeug der chinesischen Luftwaffe am Samstag in dem Gebiet weiße, an der Wasseroberfläche treibende Objekte, bei denen es sich um Wrackteile der Boeing handeln könnte.

Auch Australier empfangen Signal

Nun meldete laut chinesischen Medien auch das australische Schiff 'Ocean Shield' aus einem anderen Suchgebiet, mögliche Signale empfangen zu haben. Das Suchboot ist mit hochsensiblen Sensoren ausgestattet, die akustische Signale der Black Box auffangen sollen. Laut dem Koordinator der Suchaktion, Angus Houston sei die Spur des chinesischen Schiffes aber am Vielversprechendsten.

Doch auch wenn die Hoffnung steigt, das Wrack des Flugzeuges zu finden, eine bestätigte Verbindung des Signals zum vermissten Flug MH370 gibt es noch nicht. RTL-Reporter Niels Büngen in Melbourne macht deutlich: "Auch aus Rücksicht vor den Angehörigen betonen wirklich alle Verantwortlichen hier: Es ist noch nichts bestätigt." Währenddessen läuft den Suchmannschaften die Zeit davon, denn schon bald könnten den Akkus der Black Box der Strom ausgehen und die Signale enden. Weitere Suchschiffe sind unterwegs, werden aber erst für Montag oder Dienstag in der Region erwartet – die Suche bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit.