Die mexikanische Polizei hat im Nordosten des Landes 165 Menschen aus der Gewalt von Entführern befreit. Die größtenteils aus Mittelamerika und Kuba stammenden Migranten seien bei drei Einsätzen im Bundesstaat Tamaulipas gerettet worden. Die größte Gruppe von 122 Menschen wurde demnach bei einer Razzia in der Hafenstadt Tampico an der Golfküste befreit. Die Migranten wurden nach einigen Angaben rund zwei Wochen festgehalten. Die Entführer schlugen sie und vergewaltigten die Frauen, wie sie der Polizei sagten. Zudem hätten sie mit ansehen müssen, wie die Täter ein Paar und ein Kind töteten. Bei dem Einsatz wurden drei Verdächtige festgenommen. Sie hatten zuvor mit automatischen Waffen das Feuer auf die Beamten eröffnet. Auswanderer aus Mittelamerika werden auf ihrem Weg durch Mexiko in die USA immer wieder Opfer krimineller Banden. Vor allem in Tamaulipas werden sie häufig entführt. Die Verbrechersyndikate fordern Lösegeld von ihren Familien oder zwangsrekrutieren sie für ihre kriminellen Aktivitäten.