Um Kokain-Spuren zu verwischen?

Drogenflugzeug muss notlanden - Insassen zünden es an

06. Juli 2020 - 14:32 Uhr

Filmreife Szenen

Diese Szenen hätten aus der beliebten Drogen-TV-Serie "Breaking Bad" stammen können. Am Wochenende musste ein Flugzeug in Mexiko auf einer Landstraße notlanden. Unversehrt auf der Erde angekommen, setzten die Insassen den fast eine Million teuren Flieger in Brand.

Ermittler fanden Kokain

Der zweistrahlige Geschäftsflieger vom Typ Hawker 700 sei auf einer Straße zwischen Chunhuhub und José María Morelos im Bundesstaat Quintana Roo gelandet und von der Besatzung in Brand gesteckt worden, teilte das mexikanische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Später entdeckten Soldaten in der Nähe einen Geländewagen mit 390 Kilogramm einer weißen Substanz, bei der er sich vermutlich um Kokain handelte. Die Drogen dürften einen Wert von rund 109 Millionen Peso (4,3 Millionen Euro) haben.

Drogenhandel in Mexiko boomt

Das Flugzeug habe sich der Karibikküste von Südamerika aus genähert und sei seit dem Eindringen in den mexikanischen Luftraum von Flugzeugen der Luftwaffe verfolgt worden, hieß es in der Mitteilung weiter.

Mexiko ist ein wichtiges Transitland für in den Andenländern hergestelltes Kokain in die USA. Die in den Schmuggel verwickelten Drogenkartelle sind für einen Großteil der Gewalttaten in dem lateinamerikanischen Land verantwortlich. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Zudem gelten mehr als 60 000 Menschen als verschwunden.