Mexiko: 52 Tote nach Gewaltausbruch im Gefängnis

13. Februar 2016 - 12:33 Uhr

"Wir erleben eine Tragödie"

Bei einem der schwersten Gewaltausbrüche der letzten Jahre sind in einem mexikanischen Gefängnis mindestens 52 Menschen getötet und zwölf verletzt worden. "Wir erleben eine Tragödie", sagte der Gouverneur des Bundesstaates Nuevo León, Jaime Rodríguez.

Gefängnisgewalt in Mexiko
Kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus gerät in einem Gefängnis in Mexiko die Lage völlig außer Kontrolle.
© dpa, Miguel Sierra

Die Meuterei ereignete sich im Gefängnis Topo Chico der Stadt Monterrey im Nordosten. Nach Behördenangaben war ein Konflikt zwischen Gefangenen außer Kontrolle geraten. Das Gefängnis hat Platz für bis zu 2.600 Häftlinge, gilt aber als völlig überbelegt. Überlebende Rädelsführer der internen Revolte sollen nun erst einmal in andere Gefängnisse verlegt werden.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sprach von "tragischen Ereignissen" und drückte den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. Angehörige warfen den Sicherheitsbehörden schweres Versagen vor, weil sie das Drama nicht verhindert hätten. Es kommt immer wieder vor, dass in den Gefängnissen in Lateinamerika Gangs versuchen, eine Kontrolle und Herrschaft über das Geschehen innerhalb der Mauern aufzubauen.