Metall-Tarifverhandlungen in Bayern beginnen mit Job-Fokus

28. Februar 2020 - 2:50 Uhr

Die Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie in Bayern treffen sich heute zum Start ihrer vorgezogenen Tarifverhandlungen. Bei den Gesprächen ab 11.00 Uhr will die IG Metall die Arbeitgeber von ihrem Zukunftspaket überzeugen. Dabei stehen für die Gewerkschaft vor allem Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung der fast 900.000 Arbeitnehmer im Vordergrund. Die Verhandlungen beginnen früher als üblich, um noch vor dem Ende der Friedenspflicht am 28. April zu einem Ergebnis zu kommen.

Anders als in früheren Jahren geht die Gewerkschaft dieses Mal nicht mit einer prozentualen Lohnforderung in die Verhandlungen. Wichtiger ist der IG Metall, Rahmenvereinbarungen für betriebliche Zukunftstarifverträge zu verankern. Diese sollen auf Verlangen der Gewerkschaft und mit ihrer Beteiligung für Betriebe ausgehandelt werden können. Zudem will die IG Metall festschreiben, dass bei einer Unterauslastung nicht gleich Jobs abgebaut werden können, sondern zuerst andere Maßnahmen getroffen werden müssen.

Der Arbeitgeberverband vbm hatte zuletzt die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche betont. Erst am Vorabend der Verhandlung hatte er berichtet, dass die Zahl der Beschäftigten im vierten Quartal zum zweiten Mal in Folge gesunken sei. Bei der IG Metall rechnet man mit schwierigen Verhandlungen.

Quelle: DPA