Nach Rücktrittszoff und Rassismusvorwürfen

DFB hofft auf Treffen mit Ex-Nationalspieler Mesut Özil

Oliver Bierhoff
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13. Januar 2021 - 8:46 Uhr

Bierhoff und Özil in Kontakt

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hofft auf eine Annäherung mit Weltmeister und Ex-Nationalspieler Mesut Özil. "Wir waren informiert, dass unser Präsident Kontakt zu Mesut aufgenommen hat. Wenn ein Treffen daraus entsteht und sich alle an einen Tisch setzen, würden wir uns freuen. Ich hatte auch schon mit Mesut zu seinem Geburtstag über WhatsApp Kontakt und er hat sehr nett geantwortet", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff der "Bild".

Rassismusvorwürfe und Rücktritt 2018

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 war Özil aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hatte Rassismusvorwürfe erhoben. In seiner Kritik nahm der Fußballer kein Blatt vor den Mund und ging vor allem den damaligen DFB-Boss Reinhard Grindel hart an: "Ich werde nicht mehr als Sündenbock für die Inkompetenz und Unfähigkeit von Reinhard Grindel, seinen Job vernünftig zu machen, herhalten. Ich weiß, dass er mich nach dem Foto mit Erdogan aus der Mannschaft raus haben wollte."

Vor dem Turnier war Özil in die Kritik geraten, weil er sich mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren ließ.

Özil bedauert Zeit im DFB-Team nicht

 FUSSBALL WM 2014 FINALE Deutschland - Argentinien 13.07.2014 DEUTSCHLAND FEIERT DEN WM TITEL 2014, Teambild: Lukas Podolski, Torwart Roman Weidenfeller, Mario GÖTZE, Jerome Boateng, Shkodran Mustafi, Mats Hummels, Toni Kroos, Kevin Grosskreutz, Per
Der größte Erfolg in Özils Karriere: Der WM-Titel 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft.
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Am Montag hatte Özil in einer Fan-Fragerunde auf Twitter berichtet, dass er einen "netten, persönlichen Brief" von DFB-Präsident Fritz Keller erhalten habe. Er habe es auch nicht bedauert, für die Nationalmannschaft gespielt zu haben und erinnerte an die tollen Erinnerungen vom WM-Titelgewinn 2014.

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