Bei Arsenal aussortiert

Bankdrücker Mesut Özil lehnt erstes Türkei-Angebot ab

FC Arsenal - Mesut Özil
© dpa, Catherine Ivill, jai

21. Juli 2020 - 12:46 Uhr

Ausharren oder wechseln?

Beim FC Arsenal spielt Ex-Nationalspieler Mesut Özil keine Rolle mehr, das hat Trainer Mikel Arteta untermauert. Nur ein Wechsel würde demnach wieder Schwung in seine Karriere bringen. Ein Angebot aus der Türkei lehnt er aber ab - offenbar stimmt das Gehalt nicht. Ein anderer Istanbuler Club könnte profitieren.

Özil spielt bei Arsenal keine Rolle mehr

"Im Moment ist die Situation für ihn unverändert." Eine Aussage, die für Fußballprofi Mesut Özil nichts Gutes heißt. Sein Trainer beim FC Arsenal, Mikel Arteta, will nämlich auf den 31-Jährigen verzichten, der Weltmeister von 2014 spielt im Kader keine Rolle mehr. Nicht eine einzige Einsatzminute bekam der ehemalige Nationalspieler seit dem Re-Start der Premier League - zuletzt saß er nicht einmal mehr auf der Bank. Vor der Corona-bedingten Pause stand Özil dagegen noch zehnmal in Folge in der Startelf der Gunners.

Doch jetzt stehen die Zeichen zwischen Özil und dem FC Arsenal auf Abschied. Einem Bericht der "Bild" zufolge ist Özil bei der Auswahl eines neuen Clubs allerdings wählerisch. Demzufolge soll er ein Angebot des 19-maligen türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul vorliegen gehabt haben, hat dieses allerdings abgelehnt. Angeblich soll der Mittelfeldspieler nicht bereit gewesen sein, auf einen großen Teil seines aktuell fürstlichen Arsenal-Gehalts von knapp 25 Millionen Euro pro Spielzeit zu verzichten.

Abschied aus der Premier League scheint sicher

In London warf Coach Arteta, der mit dem FC Arsenal kürzlich mit einem 2:0-Sieg gegen Manchester City ins FA-Cup-Finale einzog, dem Deutsch-Türken mangelnde Einstellung vor und begründete damit die Nichtberücksichtigung Özils: "Ich setze auf Spieler, die sich unserer Kultur zu 100 Prozent verpflichtet fühlen. Und auf Spieler, die jeden Tag dem gerecht werden, was wir von ihnen erwarten", sagte der Nachfolger des Ende November 2019 entlassenen Unai Emery. Das von Arteta erwartete laufintensive Pressing gehört nicht zu den Stärken Özils.

Auch wenn Fenerbahce im Sommer wohl nicht das neue Team des Ballkünstlers sein wird, soll ein Abschied aus der Premier League bevorstehen und womöglich doch die Türkei ein mögliches Ziel für Özil sein. Eine Rückkehr in die Bundesliga, worüber immer mal wieder spekuliert wurde, soll keine Option für den Ballakrobaten sein, der einst für den FC Schalke und den SV Werder Bremen auf Torejagd ging.

Özil will offenbar in die MLS wechseln

Wie die "Sun" aus dem direkten Umfeld des 31-Jährigen erfahren haben will, sieht sich der Kreativspieler selbst, wenn überhaupt, in der US-amerikanischen Eliteliga MLS oder in der türkischen SüperLig. Dort wurde jüngst der Herzensverein des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Basaksehir Istanbul, Meister und qualifizierte sich damit auch für die Champions League. Der neureiche Verein mit engen Beziehungen zur Regierungspartei AKP holte mit prominenten Altstars wie Demba Ba, Eljero Elia und Robinho erstmalig den Titel. In der Europa League hat der Club nach einem 1:0 im Hinspiel gegen den FC Kopenhagen gute Chancen, das Viertelfinale zu erreichen. Das Rückspiel findet am 5. August statt.

Bereits länger kursieren Gerüchte, dass sich auch Özil dem Klub am Bosporus bald anschließen könnte, schließlich war Edelfan Erdogan bei der Hochzeit des Ex-Nationalspielers und seiner Ehefrau Amine Gülse Trauzeuge. Darüber hinaus hat der Istanbuler Retortenverein das Geld wohl lockerer sitzen als seine prominenten Stadtrivalen Besiktas, Galatasaray und eben Fenerbahce.

(Quelle: ntv.de/sport.de)