AfD-Anfrage bringt klares Ergebnis

Messerstecher heißen im Saarland meistens Michael

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29. März 2019 - 16:13 Uhr

AfD-Fraktion hatte wohl auf andere Antwort spekuliert

Immer wieder beängstigen Meldungen über Messerattacken die Menschen in Deutschland. Oft ist zu hören, die Zahl dieser Delikte habe stark zugenommen. Die AfD wollte deshalb von der Polizei im Saarland wissen: Welche Vornamen haben die Täter am häufigsten? Die "Saarbrücker Zeitung" berichtet nun, dass die AfD eine Antwort bekam, die sie vermutlich nicht erwartet hatte.

Daniel doppelt so oft vertreten wie Sven

Die AfD hatte die Landesregierung offiziell gefragt: "Gibt es bei den im Lagebild als Täter aufgeführten 842 deutschen Staatsbürgern Häufungen bei Vornamen?" Und die gibt es tatsächlich.

Männer mit diesen Namen stechen am häufigsten zu

  1. Michael (24 Fälle)
  2. Daniel (22 Fälle)
  3. Andreas (20 Fälle)
  4. Sascha (15 Fälle)
  5. Thomas (14 Fälle)
  6. Christian, Kevin, Manuel, Patrick (jeweils 13 Fälle)
  7. David, Jens (jeweils 12 Fälle)
  8. Justin, Sven (jeweils 11 Fälle).

Kein dramatischer Anstieg von Messerangriffen in Deutschland

Ob die Zahl der Messerattacken in Deutschland insgesamt steigt, ist umstritten. Offiziell werden die Zahlen von Verbrechen mit Messern nicht bundesweit erfasst. Das erschwert eine objektive, vergleichbare Auswertung.

Dem Recherchenetzwerk "Correctiv" zufolge hat die Zahl von Messerattacken zwar insgesamt zugenommen. Von einem "dramatischen Anstieg", wie von einigen Medien behauptet, könne allerdings keine Rede sein.