2018 M09 14 - 14:48 Uhr

Schreckliche Bluttat in Düsseldorf: Er erstach die Frau auf offener Straße

Die Polizei sucht Ali Akbar Shahghaleh. Der Iraner soll am Montag im Düsseldorfer Stadtteil Friedrichstadt eine 36-jährige Frau vor ihrer Haustür erstochen haben. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Die Polizei veröffentlicht nun weitere Details zur Tat und ein Fahnungsfoto. 

Der Täter bedrohte Zeugen mit einem Messer

Ali S. aus Düsseldorf
Das undatierte Handout der Polizei Düsseldorf zeigt den 44-jährigen mutmaßlichen Frauenmörder Ali S..
© Polizei Düsseldorf

Die Tat schockierte die Landeshauptstadt am frühen Montagmorgen. Der 44 Jahre alte tatverdächtige Ali S. soll kurz nach halb acht auf der Bachstraße eine 36-jährige Frau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Passanten versuchten ihr noch zu helfen, kurze Zeit später verstirbt sie im Krankenhaus.

Ein Zeuge identifizierte den mutmaßlichen Mörder noch am Tatort, teilte die Polizei mit. Dem Mann sei die Frau auf der Straße entgegengekommen, verfolgt von dem Verdächtigen. Dann habe er Schreie gehört und sich umgedreht. Dabei habe er gesehen, wie der Mann im hellblauen Trainingsanzug auf die Frau eingestochen habe, berichtete der Zeuge den Ermittlern.

Der Mann sei von dem Passanten und einem Radfahrer verfolgt und in einem Gebüsch aufgespürt worden. Daraufhin habe er beide mit dem Messer bedroht und seine Verfolger auf diese Weise abgeschüttelt.

Täter und Opfer haben sich gekannt

Die Polizei sucht derzeit mit einem Großaufgebot nach dem mutmaßlichen Messerstecher. Spezialeinsatzkräfte durchsuchten bereits am Montag die Wohnung des Verdächtigen. Dort wurde aber niemand angetroffen. 

Offiziell sagte die Polizei bislang nichts zum Motiv. Es soll aber eine Art freundschaftliche Beziehung zwischen Täter und Opfer gegeben haben, so die Ermittler. Sie kannten sich aus dem Kiosk, wo Shahghaleh gearbeitet hat. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung von einer Beziehungstat berichtet. 

Der Mann soll eine psychische Behinderung haben

Laut Polizei handelt es sich bei dem 44-Jährigen um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. Er sei 2001 nach Deutschland gekommen. Auch seine acht Brüder lebten hier. Es gebe Hinweise auf eine "psychische Behinderung" des Mannes von 50 Prozent, sagte Guido Adler. Ob er dadurch schuldunfähig ist, ist laut Staatsanwaltschaft noch nicht zu beurteilen.