Messerattacke in Burgwedel: So sehr leidet Opfer Vivian K. noch unter den Folgen

14. April 2018 - 14:59 Uhr

So geht es dem Opfer der brutalen Messerattacke heute

Ende März erlebt die 24-jährige Vivian das Unfassbare: Sie wird auf dem Nachhauseweg vom Supermarkt brutal mit einem Messer niedergestochen, als sie ihrem Freund (25) aus einer sinnlosen Rangelei helfen will. Vivian wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Ihr Freund Dominik bangt tagelang um ihr Leben. RTL hat die junge Frau knapp drei Wochen nach dem Vorfall zu Hause getroffen. Den ganzen Vorfall sehen Sie zusammengefasst im Video.

Alpträume und Schmerzen gehören zu Vivians Alltag

Auch drei Wochen nach der Attacke hat Vivian noch mit den Folgen zu kämpfen. Nachts plagen sie Alpträume, schnelle Bewegungen tun ihr weh. Ihr Freund Dominik hilft ihr so gut er kann, doch die Unselbstständigkeit nervt die 24-Jährige.

"Dominik muss zum Beispiel jeden Tag mit meinem Hund spazieren gehen, weil ich das noch nicht schaffe. Eigentlich wäre das ja aber meine Aufgabe", sagt Vivian.

Abends traut Vivian sich seit dem Vorfall nicht mehr alleine raus, ihr Freund Dominik muss immer dabei sein. Ansonsten bleibt sie zuhause.

Supermarkt-Streit endet in Messerstecherei

Am 24. März 2018, einem Samstagabend, geht Vivian mit ihrem Freund Dominik nur noch schnell ein paar Teile einkaufen, als es im Supermarkt in Burgwedel (Niedersachsen) zu einem Streit mit zwei Jugendlichen (13 und 14 Jahre) kommt. Auf dem Weg nach Hause trifft das Paar die Jugendlichen dann plötzlich noch mal wieder - diese haben sich Verstärkung geholt: Ihr 17-jähriger Bruder beziehungsweise Cousin, der sogar ein Messer dabei hat. Es kommt zu einer Rangelei zwischen den Jugendlichen und Vivians Freund, der ihren Partner aus der Situation befreien will. Dann bricht Vivian plötzlich blutend zusammen. "Er hat dann wohl zugestochen", erzählt Dominik im RTL-Interview. Plötzlich ist seine Freundin das Opfer. Schwerverletzt nach einem nichtigen Streit. "Ich hab nur gehofft, dass sie es packt", so der 25-Jährige.

17-Jähriger in Untersuchungshaft

Die drei Jugendlichen konnten nach der Messerattacke zunächst flüchten, wurden dann aber von der Polizei gefasst. Der 17-Jährige, der auf das Opfer eingestochen hat, sitzt seit dem Tattag in Untersuchungshaft. Er hat die Tat mittlerweile gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gefährliche Körperverletzung vor. Die beiden jüngeren Beteiligten wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Alle drei sind syrische Flüchtlinge. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Spontanaktion der Jugendlichen aus. Eine Spontanaktion, bei der eine junge Frau beinahe ihr Leben ließ.

"Mulmiges Gefühl" vor dem Prozess

Der Gedanke, den Täter bei Prozessbeginn wieder zu sehen, ist für Vivian unangenehm. " Selbst als mir ein Foto von ihm gezeigt wurde, konnte ich mir das nicht angucken", sagt die 24-Jährige.

Trotzdem ist sie zuversichtlich, sich bis dahin wieder besser zu fühlen -damit sie dann dem Täter ins Gesicht blicken und besser mit dem Vorfall abschließen kann.

Im Netz wird Vivian für ihre mutige Rettungsaktion als Heldin gefeiert. Wie sie dazu steht, erfahren Sie im Video.