11. September 2018 - 17:53 Uhr

Vivien K.: "Wegen nichts hätte ich fast mein Leben verloren"

Ein Supermarktbesuch gemeinsam mit ihrem Freund hätte Vivien K. fast das Leben gekostet. Als die 24-Jährige vor einem halben Jahr versucht einen Streit zu schlichten, sticht ihr ein 17-Jähriger auf dem Heimweg ein Messer zwischen die Rippen. Vivien K. wurde lebensgefährlich verletzt, noch zum Prozessauftakt machte ihr der Tag der schrecklichen Tat schwer zu schaffen. Das Landgericht Hannover hat den Syrer zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt.

40 Zentimeter lange Narbe von der lebensrettenden OP

Vivien K. hofft, nach der Verurteilung des Messerstechers mit dem schrecklichen Erlebnis abschließen zu können. Doch die 24-Jährige nimmt noch heute, ein halbes Jahr nach der Tat, Schmerzmittel. Eine 40 Zentimeter lange OP-Narbe auf ihrem Bauch zeichnet sie für ihr Leben lang. Außerdem hat sie Angst, ihren Lebenstraum verloren zu haben, wie sie im Video erklärt. "Die Nationalität des Täters spielt für mich absolut keine Rolle", erklärt sie im RTL-Interview.

Der 14-jährige Bruder des Angreifers, der an einem vorangegangenen Streit in einem Supermarkt beteiligt war, wurde zu einem zweiwöchigen Dauerarrest und der Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs verurteilt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Der Prozess gegen die Syrer hatte hinter verschlossenen Türen stattgefunden.