14. September 2018 - 23:19 Uhr

93-Jährige brutal niedergestochen

Vor dem Hamburger Landgericht wirkt Miriam M. am Freitag in sich gekehrt und verunsichert, sie verkriecht sich hinter einem Ordner, zudem schweigt sie zu den Vorwürfen im Prozessauftakt. Die 93-jährige Irene B. wird im März mitten in einer Seniorenwohnanlage Opfer einer brutalen Messerattacke. Mehr als 30 Mal soll die Angeklagte auf die hilflose alte Dame eingestochen haben. Die 39-jährige Tatverdächtige hatte es wohl auf das Geld der Seniorin abgesehen - alles andere war ihr anscheinend egal.

Überfall hinterhältig geplant

Der Raub war anscheinend hinterhältig geplant, denn laut Anklage klingelte die mutmaßliche Täterin an der Wohnungstür der 93-Jährigen und gab sich als Pflegerin aus. Die Frau aus Norderstedt (bei Hamburg) kannte das Altenheim gut, denn dort war Miriam M. einst Auszubildende, hatte jedoch 2016 ihre Lehre abgebrochen. Die Seniorin öffnete arglos und ging mit ihrem Rollator in Richtung Wohnzimmer.

Immer wieder stach die mutmaßliche Täterin zu

Laut Staatsanwaltschaft umklammerte die Angreiferin die alte Frau plötzlich von hinten und stach einfach zu. 105 Euro, eine EC-Karte sowie ein Handy haben der Angeklagten nicht gereicht. Sie soll mehr verlangt und immer wieder auf die wehrlose Seniorin eingestochen haben, um am Ende 400 Euro Bargeld zu erbeuten. Die Rentnerin schwebte danach in Lebensgefahr.

Die beiden RTL-Reporter Katrin von Danwitz und Andreas Geerken waren beim Prozessauftakt dabei und berichten im Video, wie widersprüchlich sich die Angeklagte im Gerichtsaal verhalten hat, warum sie plötzlich in Tränen ausbrach und mit welcher Strafe Miriam B. wohlmöglich rechnen muss.