Syrer dringend tatverdächtig

Lehrer in Schleswig-Holstein wird durch Messerattacke und Schläge verletzt

Ein Polizeiauto fährt unter Einsatz von Blaulicht und Sirene eine Straße entlang. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archiv/Illustration
Ein Polizeiauto fährt unter Einsatz von Blaulicht und Sirene eine Straße entlang. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archiv/Illustration
© deutsche presse agentur

05. März 2021 - 12:23 Uhr

Verdächtiger wollte sich angeblich für einen Sprachkurs anmelden

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Staatsanwaltschaft Lübeck besuchte ein 32-jähriger Syrer am gestrigen Donnerstag (04.03.) gegen Mittag eine Sprachschule im schleswig-holsteinischen Mölln. Dort soll er dann einem Lehrer gesagt haben, dass er sich für einen Sprachkurs anmelden möchte. Als das 44-jährige Opfer das Anmeldeformular ausfüllte, habe der Verdächtige den Lehrer dann mit einem Messer angegriffen und ihn auf Höhe des Ohres in den Kopf gestochen.

Polizei kann mutmaßlichen Täter überwältigen

Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck weiter angibt, soll es im Anschluss "zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, bei der es dem Opfer gelungen sei, das Messer zu ergreifen". Allerdings habe es der Täter geschafft, sich im darauffolgenden Gerangel auf das Opfer zu setzen. Er soll dann auf den 44-Jährigen eingeschlagen haben. Die Lehrerkollegen hätten derweil die Polizei alarmiert. Erst als die Beamten vor Ort ankamen, sei es ihnen mit Pfefferspray gelungen, den Mann zu überwältigen.

Opfer im Krankenhaus - Verdächtiger soll dem Haftrichter vorgeführt werden

Das Opfer ist mit Schnittverletzungen am Kopf und an den Händen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Es bestehe keine Lebensgefahr, wie die Staatsanwaltschaft Lübeck angibt. Noch im Laufe des Tages soll der 32-jährige Syrer dem Haftrichter vorgeführt werden. Er steht im dringenden Verdacht des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck RTL gegenüber erklärt, sei das Motiv der Tat bisher unklar.