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Messerangriff im Jobcenter Rottweil - Täter muss in die Psychiatrie

Richter verkünden Freispruch

Messerangriff im Jobcenter Rottweil - Täter muss in die Psychiatrie

Eine Frau wurde im Jobcenter in Rottweil mit einem Messer angegriffen.
Eine Frau wurde im Jobcenter in Rottweil mit einem Messer angegriffen.
Otto/ Schwarzwälder Bote

Täter gilt als schuldfähig

Nach der Messerattacke auf eine Jobcenter-Mitarbeiterin in Rottweil (Baden-Württemberg) am 16. Januar ist am Dienstag das Urteil gefallen. Der Täter gilt als schuldunfähig und wurde freigesprochen, muss aber in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden –möglicherweise sogar lebenslang. Der 58-Jährige handelte im Wahn, so die Richter. Er leidet wohl an paranoider Schizophrenie.

Angreifer handelte in „wahnhaft dominierter Weltsicht"

Die Messerattacke auf die Mitarbeiterin hatte damals ganz Rottweil erschüttert. Zuvor war sie via Twitter angekündigt worden. "Ich werde morgen eine Person des Jobcenters töten (Verurteilen)", soll der Angreifer am 15. Januar 2020 um 21.23 Uhr auf Twitter geschrieben haben. Nach der Tat sei der Tweet: "Drei Stiche warte auf Polizei" gefolgt.

Der mutmaßliche Angreifer wurde damals noch vor Ort festgenommen, das schwer verletzte Opfer kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Der 58-Jährige wurde wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Vor Gericht spielte allerdings vor allem seine Schuldunfähigkeit eine Rolle. Der Richter sprach bei der Urteilsverkündung von „wahnhaft dominierter Weltsicht“, der Angeklagte glaube, er hätte Kontakt zu Trump und sei ein Abgesandter Gottes.