Staatsanwaltschaft: „Wir vermuten, dass das Motiv in der Beziehung zu finden ist“

Ehefrau und neuen Freund erstochen: Tatverdächtiger gesteht

20. August 2019 - 10:37 Uhr

Geständnis nach tödlichen Messerstichen am Samstag

Mit einem Küchenmesser hat ein 43-Jähriger seine Ehefrau und ihren neuen Freund erstochen. Die tödliche Attacke auf die Mutter eines zwei Monate alten Babys und ihren Lebensgefährten hat der Angreifer am Montag gestanden. "Wir vermuten, dass das Motiv in der Beziehung zu finden ist", sagte der Hagener Staatsanwalt Nils Warmbold. Der Säugling lag während der Attacke direkt daneben im Auto. Bilder vom Tatort sehen Sie im Video.

„Ob der Tatverdächtige von dem Kind wusste, ist unklar“

Was der 43-Jährige den Ermittlern in seinem Geständnis genau sagte, dazu wollte der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Die Staatsanwaltschaft geht bislang davon aus, dass der 23-jährige Tote der Vater des Kindes ist. "Ob der Tatverdächtige von dem Kind wusste, ist unklar", so Staatsanwalt Warmbold. Der Säugling ist nach Informationen von RTL WEST in Obhut des Jugendamtes.

Die Familie kommt aus Bergisch Gladbach. Der 43-Jährige und das weibliche Opfer stammen aus dem Kosovo, das männliche Opfer aus Afghanistan. Die Attacke am frühen Samstagnachmittag am stark besuchten Bahnhof in Iserlohn hatte Entsetzen ausgelöst. Zahlreiche Augenzeugen wurden durch Notfallseelsorger betreut. Der Tatverdächtige hatte sich nach der Tat widerstandslos festnehmen lassen. Er sitzt in Untersuchungshaft.