Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer

Merz will wohl CDU-Vorsitzender werden

Friedrich Merz bei CDU-Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt
© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert, kdg wst

12. Februar 2020 - 17:51 Uhr

Kreise: Merz will als CDU-Vorsitzender kandidieren

Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz will sich für den CDU-Vorsitz bewerben. Das hat die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch aus seinem Umfeld erfahren. Merz sei entschlossen, zu kandidieren, wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es. 

Spekulationen darüber, er sei bereit, unter einem möglichen Parteivorsitzenden Armin Laschet Wirtschaftsminister zu werden, seien ein theoretisches Szenario, hieß es aus dem Umfeld des 64-Jährigen weiter. Mögliche Posten könnten derzeit noch nicht verteilt werden.  Zugleich wurde im Umfeld von Merz betont, er sei offen für eine Mitgliederbefragung, aber nicht für einen bindenden Mitgliederentscheid.

Wer sind die aussichtsreichsten Kandidaten?

Kurz nach dem Verzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer auf die Kanzlerkandidatur und eine weitere Bewerbung als CDU-Vorsitzende kommt damit der Prozess für die Suche nach einem Nachfolger richtig in Schwung. Neben Friedrich Merz gelten auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als aussichtsreichste Kandidaten für CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur. Seit Dienstag kursieren in der Union Spekulationen über eine Ämterteilung, die weder bestätigt noch dementiert werden.  

In der Partei heißt es dazu, jeder rede derzeit mit jedem, das gelte sowohl für Kramp-Karrenbauer wie für die drei genannten Interessenten als auch für die anderen Mitglieder der engsten CDU-Spitze. Kramp-Karrenbauer betont immer wieder, wie eng sie im Kontakt mit Söder steht - das dürfte auch beim Thema Kanzlerkandidatur der Fall sein.