Einigung zwischen Merkel und Seehofer

Deutschland will 1.500 weitere Geflüchtete aufnehmen

Symbolbild: Angela Merkel und Horste Seehofer bei einer Kabinettssitzung.
© dpa, Hannibal Hanschke, tho cul

15. September 2020 - 10:53 Uhr

Aufnahme von weiteren 1.500 Geflüchteten

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Innenminister Seehofer (CSU) haben sich darauf verständigt, zusätzlich rund 1.500 weitere Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen.

Nach Brand im Flüchtlingslager Moria

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Innenpolitikern erfuhr, handelt es sich dabei um Familien mit Kindern. Nach dem Feuer im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos waren mehr als 12.000 Migranten obdachlos geworden.

RTL hatte bereits zuvor aus Regierungskreisen von der groben Planung erfahren: "Zypern, Malta und Griechenland haben in der EU pro Kopf der Einwohner die meisten Flüchtlinge im Land. Deutschland muss substanziell einen höheren Beitrag übernehmen", so die Bundeskanzlerin am Montag.

Ob die SPD dem Plan zustimmen wird, ist noch offen. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte gefordert, Deutschland müsse zusätzlich zu den bereits gemachten Hilfsangeboten mehrere Tausend Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen. Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass das seit Jahren heillos überfüllte Flüchtlingslager Moria vergangene Woche von Migranten angezündet worden war. Zuvor war die Situation dort eskaliert, nachdem mehrere Asylbewerber positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Der Deutsche Städtetag hatte die Regierung zu einer "mutigen Entscheidung" aufgefordert und die Aufnahme weiterer Flüchtlinge gefordert.

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