Merkel und EZB-Chef Draghi beraten über Euro-Zone

Knapp eine Woche nach der weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EZB-Präsident Mario Draghi die Lage in der Euro-Zone beraten. Es handelt sich um eines der regelmäßigen Treffen Draghis mit Staats- und Regierungschefs. In Deutschland gab es zuletzt Kritik am Kurs Draghis. Merkel hatte sich bisher nicht zu den jüngsten Maßnahmen der Notenbank geäußert.

Die EZB hatte am Donnerstag vergangener Woche den Leitzins auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt. Außerdem müssen Banken erstmals 0,10 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, statt Kredite zu vergeben. Mit neuen Milliardenspritzen für Banken wollen die Währungshüter die Kreditvergabe vor allem in den südlichen Euroländern ankurbeln. Zugleich stimmte die EZB Investoren auf eine weitere Unterstützung der Kreditmärkte ein.