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Merkel: Nicht Landtagswahlen zur Bundestagswahl stilisieren

Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel in Ortenberg. Foto: Boris Roessler © deutsche presse agentur

Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat sich gegen eine Gleichsetzung des Wahlausgangs in Hessen mit der Bundesebene gewandt. "Es kann nicht jede Landtagswahl zu einer kleinen Bundestagswahl stilisiert werden. Das ist falsch", sagte sie am Dienstag im Hessischen Rundfunk (hr-Info). Merkel verwies darauf, dass erst vor rund einem Jahr der Bundestag gewählt worden sei. Bei der Wahl an diesem Sonntag gehe es um viel für die Bürger Hessens. "Es geht um ihre stabile Zukunft", sagte Merkel und warb für "ein starkes Hessen" mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) an der Spitze. Er regiert mit den Grünen. Eine Fortsetzung der Koalition ist aber jüngsten Umfragen zufolge wegen schwacher CDU-Werte fraglich.

Mit Blick auf Diskussionen, wer ihr einmal an der CDU-Spitze folgen könnte, sagte Merkel, ihr sei "gar nicht bange". Die CDU habe "ein tolles Angebot". Merkel verwies etwa auf CDU-Ministerpräsidenten und die jüngeren Minister ihres Kabinetts. Ihr sei immer wichtig gewesen, dass die, die etwas Herausragendes leisten, zeigen könnten, was in ihnen stecke, sagte sie auch mit Blick auf die neue Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und den neuen Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Zugleich betonte Merkel: "Ansonsten macht mir meine Arbeit Freude." Sie hatte durchblicken lassen, beim CDU-Parteitag im Dezember erneut als Vorsitzende antreten zu wollen.

Auf die Frage, inwiefern sie ihre Nachfolge selbst vorbereite, sagte Merkel: "Alle Versuche, dass diejenigen, die heute oder in der Vergangenheit tätig waren, ihre Nachfolge bestimmen wollen, sind immer total schiefgegangen. Und das ist auch richtig so."


Quelle: DPA

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