Merkel drängt auf einheitlichen Datenschutz in Europa

© Massimo Procopio / Splash News

19. Oktober 2014 - 13:05 Uhr

Chance auf mehr Arbeitsplätze?

Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt darauf, dass die Europäische Union möglichst bald die Datenschutzgrundverordnung beschließt. "Das ist außerordentlich wichtig", sagte Merkel in ihrer Video-Botschaft.

Nur mit einem einheitlichen Datenschutzrecht könnten Firmen auf dem bisher zersplitterten EU-Binnenmarkt Produkte für alle mehr als 500 Millionen Kunden anbieten. Mit Blick auf den am 21. Oktober stattfindenden achten IT-Gipfel in Hamburg kündigte Merkel Erleichterungen für den Einsatz von Wagniskapital an, mit denen Start-Up-Unternehmen gerade im IT-Bereich gefördert werden sollen. Hier habe Deutschland Nachholbedarf. Erneut warb Merkel dafür, dass sich die Wirtschaft aktiver um den Einsatz von IT-Techniken kümmern soll. Deutschland und auch die EU stünden ansonsten vor der Gefahr von

Arbeitsplatzverlusten. Denn die fortschreitende Digitalisierung werde zum Verlust von Arbeitsplätzen an einigen Stellen führen. Gerade deshalb müsse man sich aber darum bemühen, an der Wertschöpfung in den neuen Bereichen des Internets oder der Apps für Mobilfunkgeräte teilzuhaben. "Wenn wir es geschickt machen und die Chancen der Digitalisierung nutzen, dann haben wir alle Chancen, am Ende mehr Arbeitsplätze zu haben und nicht weniger."